Ottersbergs Coach glaubt aber nicht an großen Aderlass / Morgen in Wolfsburg

Sammrey: „Die Absage von Rathjen tut am meisten weh“

Ottersberg - Von Frank von StadenWer Ottersbergs Oberliga-Coach Axel Sammrey etwas näher kennenlernen durfte, der weiß nur zu genau, dass der 56-Jährige schon sehr unwirsch reagieren kann, wenn ihm die Gefolgstreue verweigert wird. In diesem Jahr aber wirkt der Fußball-Trainer scheinbar gelassener. Und die Weggänge von Mateusz Peek, Denis Spitzer und Jan-Niklas Linde zum zukünftigen Ligakonkurrenten und Kreisrivalen TB Uphusen (wir berichteten) nimmt er fast schon gelassen – zumindest auf den ersten Blick.

„Wenn sie meinen, dass sie dort bessere Verhältnisse vorfinden als bei uns, dann müssen sie eben gehen.“ Ein überraschend sachlicher Satz für einen Trainer, der bisher für „Abtrünnige“ meist nur niederschmetternde Worte übrig hat. Und auf die Frage, ob er die drei Akteure für das letzte Saisonspiel morgen in Wolfsburg (15 Uhr) aus dem Kader gestrichen hat, stellt er schon fast verwundert die Gegenfrage: „Wieso sollte ich? Sie gehören bis zum Saisonende zum TSV Ottersberg. Also werden sie auch mit nach Wolfsburg fahren. Und dort könnten wir mit einem Sieg noch einmal in der Tabelle klettern und so eine Seuchensaison zumindest etwas versöhnlich ausklingen lassen.“ Ob die Leistungsträger aber auch zum Einsatz kommen werden, umkurvt Sammrey geschickt: „Sie gehören dazu!“

Und nach einer kleinen Denkpause bricht es dann doch aus dem 56-Jährigen heraus: „Alle drei haben wie auch schon so viele andere Spieler zuvor stets betont, wie wohl sie sich bei uns fühlen. Aber es ist wie immer, wenn einer mit den Scheinen wedelt. Auch sie haben sich letztlich für das dicke Geld entschieden!“ Dann fügt Sammrey noch schnell vielsagend an: „Auch in Heeslingen hat man ja immer betont, dass man nichts zahlen würde. Alles klar!“ Bitte, da war er wieder, der Zampano, der seiner Meinung und vor allem seinen Gefühlen freien Lauf lässt. Zumal er zumindest von Linde schon das Ja-Wort für die nächste Saison bekommen haben will. „Aber ich weiß ja, dass solche Aussagen heute nichts mehr Wert sind.“

Es ist scheinbar der Frust, der wieder den „Motzki“ in Sammrey hervorkommen lässt. Denn zu Halbserie hatte er nur einer Vertragsverlängerung zugestimmt, wenn ihm der TSV-Vorstand diesmal garantieren würde, zumindest in diesem Jahr den Stamm der Mannschaft zu halten. „Ich will nicht wieder ganz von vorn anfangen müssen“, sagte der

„CR“ kehrt zum

TSV Bassen zurück

Übungsleiter damals. Allerdings macht er jetzt weder dem Vorstand noch dem Förderverein einen Vorwurf. Beide haben sich seiner Meinung nach sehr intensiv um die Spieler bemüht: „Es ist aber schon brutal, was einige Spieler für Ansprüche stellen.“ Allerdings scheinen die Verantwortlichen recht spät die Gespräche gesucht zu haben. „Das war letztlich auch der Hauptgrund für mich, mich anderweitig umzusehen“, bestätigt da Mateusz Peek auf Nachfrage. Und Sammrey muss dann auch einräumen, dass auch gestern noch sieben Akteure weiteren Gesprächsbedarf benötigen, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. „Dennoch glaube ich nicht ein einen großen Aderlass. Es bleibt bei den Vieren.“

Vier deshalb, weil auch Keeper Christian Rathjen schon mitgeteilt hat, dass er definitiv den TSV Ottersberg nach zwei Jahren wieder verlassen und zum derzeitigen Bezirksliga-Dritten TSV Bassen zurückkehren wird. Rathjen zeigte bei seinen Einsätzen zwar immer, dass er absolut über Oberligaformat verfügt, dennoch konnte der 26-Jährige Stammkeeper Tim Eggert nie ernsthaft gefährlich werden. „Seine Absage tut mir besonders weh. Es hat immer Spaß gemacht, mit ihm zu arbeiten. Er ist ein absoluter Musterfußballer mit fast 100 Prozent Trainingsbeteiligung. Könnte ich ihn noch umstimmen, ich würde alles tun!“ Ob er „CR“, wie Rathjen in Freundeskreisen genannt wird, allerdings morgen ein Abschiedsgeschenk in Form eines letzten Einsatzes machen wird, ließ Sammrey gestern offen: „Verdient hätte er es auf alle Fälle.“

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