TSV Ottersberg II reißt MTV Riede nach 4:0 tief mit in den Abstiegssumpf / Kadah sieht Rot

Sammann, Seidel, Bruns machen den Unterschied

Ottersberg - Von Frank von StadenDas wird ein extrem spannendes Abstiegsfinale am kommenden Sonnabend in der Fußball-Bezirksliga. So griff der TSV Ottersberg II gestern Nachmittag durch ein klares 4:0 (1:0) gegen den MTV Riede auf heimischem Terrain erfolgreich nach dem letzten Strohhalm, zog durch diesen Erfolg aber das Team von MTV-Coach Uwe Bischoff nun doch noch mitten hinein in den Abstiegssumpf.

„Jetzt wird es ganz eng für uns. Denn nun sind wir fast schon im letzten Saisonspiel zum Siegen verdammt. Und das gegen den FC Ostereistedt – das beste Rückrundenteam der Liga“, ging Bischoff mit leicht hängenden Schultern nach der Niederlage vom Platz. Sein Pendant Gregor Schoepe indes grinste übers ganze Gesicht, „denn wir haben uns jetzt ein Top-Endspiel in Rotenburg erarbeitet.“ Und weiter: „Heute hat man gesehen, was für Potenzial in dieser Mannschaft steckt, auch wenn wir mit Ole Bruns, Kevin Sammann und Sören Seidel natürlich erstklassige Unterstützung hatten.“ Die am Ende auch den Unterschied machte. Immerhin gelang Oberliga-Verteidiger Sammann mit einem Traumtor volley in den Winkel die wichtige Führung (28.), war Seidel am 2:0 und auch 3:0 (53./55.) durch Kevin Romer beteiligt und setzte Bruns, der erst vor einer Woche von seinem dreivierteljährigen Aufenthalt in Australien zurückkehrte, mit einem raffinierten Schlenzer den Schlusspunkt (84.).

„Doch entscheidend in diesem Spiel war ganz klar die frühe Rote Karte gegen Mesut Kadah, die meiner Meinung nach keine war“, monierte da später Riedes Co-Trainer Bastian Stein. Kadah setzte nach einem Ball außerhalb des Fünfmeterraumes sehr konsequent nach, traf dabei Ottersbergs Aushilfskeeper Thomas van den Berg, der das Leder noch nicht ganz unter Kontrolle hatte, voll am Kopf. „Ich habe im ersten Moment gedacht, jetzt ist es Aus, der Schädel ist ab“, konnte der 48-Jährige zum Glück nach Spielschluss schon wieder flachsen und fügte dann noch fair an: „Es sah bestimmt heftig aus, doch Rot war vielleicht übertrieben.“ Den MTV Riede jedenfalls lähmte dieser Platzverweis enorm. Nachdem er eigentlich alles im Griff hatte, besser kombinierte und auch zielstrebiger agierte, verlor er spätestens nach der Halbzeit völlig den Faden und löste sich quasi in sämtliche Einzelteile auf. Während die Gastgeber nun eine Chance nach der anderen kreierten, trotteten die Rieder nur noch übers Feld. „Ja, das war dann viel zu wenig. Aber Ottersberg hat es dann auch einfach nur gut gemacht“, so Bischoff, der nun viel Aufbauarbeit leisten muss.

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