Uphuser Goalgetter zum Fußballer des Jahres gewählt / „Verdienst des Teams“

Saimir Dikollari – die Kraft holt er sich in der Natur

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Fußballer des Jahres im Landkreis Verden: Saimir Dikollari (l.) wurde von Sportredakteur Ulf von der Eltz geehrt. ·

Von Ulf von der EltzUPHUSEN · Zweimal war er hinter Alexander Neumann auf dem zweiten Platz gelandet – jetzt ging kein Weg mehr an Saimir Dikollari vorbei: Der Stürmer des Landesliga-Meisters TB Uphusen wurde bei der traditionellen Wahl dieser Zeitung von den Trainern der Bezirks-Teams zum Fußballer des Jahres im Landkreis Verden gekürt.

„Eine Super-Auszeichnung, über die ich mich natürlich riesig freue“, sprudelte es gestern bei der Verleihung der Trophäe aus dem 29-Jährigen heraus. Wobei sich Dikollari insgeheim sicherlich Hoffnung auf den Titel gemacht haben dürfte angesichts der Ergebnisse der beiden vergangenen Jahre: „Das ist in gewisser Weise die Bestätigung der eigenen Arbeit.“

Aber groß auf den Putz hauen ist nicht das Ding des Industrie-Lackierers – eher bedankt er sich bescheiden bei seiner Mannschaft, mit der er den Aufstieg in die Oberliga bejubelte: „Ein Verdienst der gesamten Truppe, von der ich ja nur ein Teil bin. Alle haben zu dieser überragenden Saison beigetragen.“ Und es hätten aus seiner Sicht auch andere Uphuser nach einer Runde mit überaus attraktivem Fußball verdient gehabt, aber letztlich hänge vieles an seiner Position: „Als Stürmer steht man natürlich mehr im Fokus.“

Besonders wenn man so einen Torhunger besitzt wie der in Albanien geborene und mit acht Jahren nach Deutschland gekommene Kicker: Bester Goalgetter der abgelaufenen Landesliga-Saison mit 25 Treffern. Und das nicht eben zufällig, denn diesen Titel hatte sich Dikollari bereits in der Serie 2010/2011 mit 28 Buden gesichert, im Vorjahr war der zweite Rang mit 26 Toren heraus gesprungen.

Diese Konstanz findet auch TBU-Coach Andre Schmitz überragend: „Man muss bedenken, dass Saimir zwei Spiele wegen Verletzung komplett gefehlt und danach nur einige sporadische Einsätze hatte. Mit seinem kongenialen Sturmpartner David Airich, der die Saison frühzeitig mit schwerer Schulterverletzung beenden musste, an seiner Seite wären sicher noch wesentlich mehr Tore drin gewesen. Da kann ich nur sagen: Saimir hat es einfach verdient.“

Bei dieser Klasse müssten doch wie im vergangenen Jahr Angebote en masse ins Haus flattern – aber das sei gar nicht so heftig mehr gewesen, betont Dikollari: „Ich habe ja vor zwölf Monaten anderen Vereinen schon signalisiert, dass mein Weg mit Uphusen in die Oberliga führen soll. Jetzt haben wir mit der Mannschaft, dem Trainerteam sowie den Verantwortlichen im Verein diese Entwicklung genommen. Und ich bin ein Teil davon, fühle mich hier superwohl, identifiziere mich voll mit dem TBU und plane auch längerfristig mit diesem Club.“

Wobei die Regionalliga natürlich auch ihren Reiz hätte – siehe Vorgänger Alexander Neumann, der sich mit dem BSV Rehden dort etabliert hat und nun sogar im DFB-Pokal die großen Bayern empfängt. „Zutrauen würde ich mir die Regionalliga schon. Aber das wäre schwierig zu händeln mit meinem Beruf und den persönlichen Dingen.“ Alles zu viel Stress, der nichts für den seit drei Jahren in Uphusen spielenden Vollblutstürmer ist: „Ich liebe die Natur, lebe mit mehreren Leuten, vier Hunden und einigen Pferden auf einem Hof. Da kann ich voll ausspannen und genieße die freien Tage ohne Arbeit und Fußball.“

Gelernt hat der deutsche Staatsbürger das Fußballspielen beim 1. FC Saarbrücken, dessen Trikot er bis zur A-Jugend trug. Danach kickte er in der Saarland-Liga, bevor es in den Norden ging – hier jagte Dikollari für den TSV Melchiorshausen und den SC Twistringen (ebenfalls Landesliga) dem runden Leder hinterher. „In Twistringen habe ich sogar mal den rechten Verteidiger gegeben. Wir schwebten in Abstiegsgefahr, da musste ich mich in den Dienst der Mannschaft stellen. Am letzten Spieltag haben wir dann die Landesliga gehalten. Aber die Offensive ist ganz klar mein Ding.“

Die Offensive war auch größtenteils Trumpf bei der diesjährigen Wahl zum Fußballer des Jahres im Kreis Verden. Zwar half der zweitplatzierte Mario Gloger – wie berichtet künftiger Teamkollege Dikollaris in Uphusen – beim Landesliga-Konkurrenten TSV Etelsen teilweise im defensiven Mittelfeld aus, aber sowohl der Dritte Dennis Hoins vom FC Verden 04 als auch der Vierte Thomas Schuldeis vom TSV Dörverden zeichnet der Drang nach vorne aus. Fünfter wurde in Marcel Bremer vom MTV Riede dann der bestplatzierte Torwart.

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