Für Badens Volleyball-Herren beginnt morgen in Moers das Abenteuer 3. Liga

Sagajewskis Vorfreude auf einen „ultraheißen Tanz“

Stefan Baum (links) muss sich morgen zum Auftakt der Drittliga-Saison in Moers auf einen „ultraheißen Tanz“ einstellen. J Foto: vst

Baden - Ein Tag noch, dann fällt der Startschuss in der 3. Liga, dann beginnt das Abenteuer für die jungen Volleyball-Herren des TV Baden. Und das gleich mal mit einem extra lauten Knall, gastieren die Mannen von Trainer Peter-Michael Sagajewski doch beim einstigen Bundesligisten und Deutschen Meister (1992) Moerser SC. Um 19.30 Uhr wird im Enni Sportpark Rheinkamp aufgeschlagen. Die Türen öffnen sich um 18.30 Uhr.

Klar, dass es bei den Badenern nach der langen Pause mit zahlreichen Testspielen so langsam in den Fingern juckt, quasi beim ein oder anderen schon leichte Punktspiel-Entzugserscheinungen auftreten. Am Dienstag nutzte Sagajewski noch einmal die Möglichkeit, in einem abschließenden Vorbereitungsspiel bei Ligakonkurrent VSG Ammerland einige Spielzüge den allerletzten Feinschliff zu verpassen, tauschte auch personell viel aus und baute um. Am Ende stand ein 2:2 zu Buche. „Das aber alles noch mit leicht angezogener Handbremse“, so Sagajewski, der auch die zuvor angeschlagenen Luca Ahrendt als auch seinen Sohn Ole unter Vollbelastung begutachten konnte. „Personell können wir also aus dem Vollen schöpfen, ob wir es dann auch sofort Qualitativ aufs Parkett bringen können – abwarten.“

Kleiner Hexenkessel in Moers

Der Übungsleiter weiß genau, dass seine Jungs am Sonnabend ein echter kleiner Hexenkessel in Moers erwarten wird. Der einstige Volleyball-Vorzeigeclub, der von 2006 bis 2014 bis auf eine Ausnahme jeweils mindestens das BL-Viertelfinale der Meisterschafts-Play-offs erreichte, zog sich nach der Saison 2014 aus finanziellen Gründen aus der Bundesliga zurück und startete in der Saison 2014/15 in der viertklassigen Regionalliga West. Nachdem in der ersten Saison der erneute Abstieg nur durch den Rückzug von Bayer Wuppertal verhindert werden konnte, gelang schon im Jahr darauf der Aufstieg in die 3. Liga. „Das haben sie mit einem jungen Team geschafft, das jetzt aber runderneuert wurde mit einem anderen Trainer und den ein oder anderen Spieler, der auch schon Erstliga-Luft geschnuppert hat. Während unser Ziel ein gesunder Mittelfeldplatz in der Tabelle ist, sieht das der Moerser sicherlich anders aus. Dort sind die finanziellen Mittel vorhanden, um eventuell nachzulegen, falls Not am Mann wäre. Wir richten uns dort auf einen ultraheißen Tanz ein, in dem wir kühlen Kopf bewahren müssen. Aber wir freuen uns unglaublich auf den Saisonstart“, so der TVB-Trainer, der mit seinem Team und auch einigen hartgesottenen Fans am morgigen Sonnabend schon früh den Bus Richtung Nordrhein-Westfalen besteigen wird. Das Motto der Badener Volleyballer für die anstehende Auftaktaufgabe im gut 300 Kilometer entfernten Moers dürfte dabei lauten: „Wir kommen mit Respekt – aber auf keinen Fall mit Angst!“

 vst

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