Team-Manager des TV Baden begrüßt die Sofortmaßnahmen der VBL

Sagajewski: „Nur Gutes“

Auch Peter-Michael Sagajewski muss sich im Zuge der Coronakrise weiterhin kräftig in Geduld üben.

Baden – Der Vorstand der Volleyball Bundesliga (VBL) hat am vergangenen Wochenende im Rahmen einer Videokonferenz umfangreiche Sofortmaßnahmen gegen die negativen Folgen der Corona-Pandemie für die VBL-Vereine verabschiedet. Und diese brachte Peter-Michael Sagajewski kurz und knapp auf den Punkt. „Nur Gutes“, befand der Team-Manager des Zweitligisten TV Baden. Nach Auswertung der Abstimmungen in den Arbeitskreisen der 1. und 2. Bundesligen beschloss der VBL-Vorstand auf Grundlage von Paragraph 6 der Satzung mit sofortiger Wirkung zahlreiche Änderungen des Lizenzstatuts.

„Ich möchte mich im Namen des Vorstands bei allen Vereinen bedanken, dass das vorgeschlagene Maßnahmen-Paket mit so großer Mehrheit – in vielen Bereichen sogar einstimmig – bestätigt wurde“, sagt VBL-Präsident Michael Evers. „Wir werden die Situation weiterhin genau verfolgen und analysieren, um die Maßnahmen auch veränderten zukünftigen Bedürfnissen und Gegebenheiten anpassen zu können.“

Das verabschiedete Paket hat ein Volumen von knapp 200 000 Euro an Zahlungsreduktionen für die Vereine sowie weiteren rund 100 000 Euro Direkteinsparungen im Haushalt der Volleyball Bundesliga GmbH. Alle Maßnahmen gelten zunächst ausschließlich für die Saison 2020/21. „Da wir eine reine Amateurmannschaft sind, haben uns die Auswirkungen der Krise natürlich nicht so heftig getroffen. Das sieht bei den Profiklubs definitiv anders aus, da dort Spieler und Angestellte im administrativen Bereich in Kurzarbeit geschickt werden mussten“, weiß Sagajewski.

Aber was bedeutet das jetzt im Einzelnen? Beispielsweise verzichten die Lizenzliga-Schiedsrichter auf einen Teil ihrer Honorare. Laut Sagajewski spart der TV Baden damit knapp 1000 Euro. Zudem wird auch die wirtschaftliche Lizenzierung auf eine Runde (1. September) verkürzt und alle bestehenden Ausnahmeregelungen für Spielhallen werden verlängert. In weiten Teilen werden zudem die Geldstrafen für Verstöße gegen das Lizenzstatut ausgesetzt. Damit werden finanzielle Risiken für Stammverein und Lizenznehmer abgesenkt, die darüber hinaus die Möglichkeit erhalten, die Lizenzgebühren in Raten zu zahlen, um Liquiditätsengpässen vorzubeugen.

Was die Lizenz für die kommende Saison, die Mitte September starten soll, angeht, sieht Badens Team-Manager ohnehin keine großen Probleme auf den TVB zukommen: „Der Verein will von uns ein tragfähiges Konzept präsentiert bekommen, ehe er dann auch die Unterschrift unter den Antrag setzt. Und ich bin mir sicher, dass wir diese auch bekommen werden. Denn lediglich zwei Sponsoren, die von der Krise besonders betroffen sind, stehen nicht mehr zur Verfügung. Alle anderen bleiben uns treu. Und da auch das Team schon zu 90 Prozent steht, sind alle Standbeine quasi jetzt schon fix.“

Weiterhin wurden diverse Einzelmaßnahmen in den Handlungsfeldern Administration und Management, Sportentwicklung und Nachwuchsförderung beschlossen. Dabei handelt es sich überwiegend um Maßnahmen, die bereits in Vorjahren entschieden und zur Saison 2020/21 erstmals in Kraft treten sollten. Für jeden Club entstehen hierdurch zusätzliche Einsparungspotenziale im unteren sechsstelligen Bereich (1. Bundesligen) bzw. mittleren fünfstelligen Bereich (2. Bundesligen).

„Unser oberstes Ziel bleibt – abgesehen von der Gesundheit der Bevölkerung – die Wiederaufnahme des Spielbetriebs“, sagt VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung. „Um den Spielbetrieb wie geplant im September für die 2. Liga und im Oktober für die 1. Liga wieder aufnehmen zu können, erarbeitet die Volleyball Bundesliga jetzt Durchführungsbestimmungen sowie Hygiene- und Sicherheitsstandards.“ Ob es dann damit zeitlich klappen wird – Peter-Michael Sagajewski wollte dazu keine genaue Prognose abgeben. „Es wäre natürlich wünschenswert, aber ich habe keine Glaskugel zu Hause. Daher können auch wir nur abwarten und hoffen.“

Deutlich präziser wird der TVB-Team-Manager hingegen bezüglich der neuen Saison. „Da es nur Auf- und keine Absteiger gibt und bis dato auch noch keine Mannschaft zurückgezogen hat, kann es passieren, dass die Liga sehr groß wird“, geht Sagajewski im Höchstfall von einer 14er-Staffel aus. Und sollte der Spielbetrieb dann doch nicht im September, sondern erst Mitte Oktober beginnen können, würden die Termine bei insgesamt 26 Spielen relativ eng werden. Aber auch dem sieht Sagajewski relativ entspannt entgegen. „Wir haben ja einige Gegner, die von der Entfernung eher im Nahbereich liegen. Dann muss man eben auch mal Freitagabend spielen und Sonntag wieder. Anders wird es vermutlich gar nicht gehen. Da es ja alle Mannschaften gleichermaßen trifft, sollte das kein Problem sein.“

Auch wenn Volleyball in der Halle aktuell noch nicht möglich ist, hofft Sagajewski darauf, dass zumindest die Beachsaison in Kürze gestartet werden kann. Zumal es ja auch beim Tennis und Golf bereits die ersten Lockerungen gegeben hat. Schließlich stehen am 20./21. Juni in Baden die Landesmeisterschaften der U16/17 an. „Da die Jungs ja schon auf die Deutsche Meisterschaft verzichten mussten, wäre es richtig toll, wenn wir die Meisterschaften durchziehen könnten. Denn das wäre für alle noch einmal ein echtes sportliches Highlight.“ kc/vbl

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