Radpolo-Bundesliga: RV Etelsen in eigener Halle zweimal 4:4 zum Abschluss

Sabine Müller : „Letztlich war die Luft einfach raus“

Etelsen - Von Björn LakemannRadpolo-Bundesligist RV Etelsen war in dieser Saison wieder eine Klasse für sich. Das Team von Trainerin Sabine Müller blieb zum Abschluss in eigener Halle zwar etwas schuldig, doch bei 22 Spielen ohne Niederlage hielt sich die Kritik in Grenzen. Der Deutschen Meisterschaft im Oktober in Baunatal können die RVE-Damen jedenfalls gelassen entgegen sehen.

„Wir haben uns ziemlich oft selber im Weg gestanden. Das war definitiv unser schlechtester Spieltag in der Saison“, bilanzierte Etelsens Trainerin Sabine Müller. Claudia Liesau, sie hatte den letzten Spieltag urlaubsbedingt verpasst, erkannte: „Hauptsache ist doch, dass wir bei der DM dabei sind.“ Partnerin Anika Müller, die alle Spiele im Feld bestritt, war sauer: „Der erste Auftritt war in Ordnung. Aber der Rest passte hinten und vorne nicht.“

Dabei hatte es noch zu Beginn danach ausgesehen, als sollten die Gastgeberinnen das Geschehen auf heimischen Parkett deutlich dominieren können. Gegen den RV Obernfeld gab das Etelser Erfolgsduo nach dem 1:1 (3.) Zwischengas und stellte mit dem 4:1 zur Pause schon die Weichen. Das 8:2 war Beleg für die Spielqualität des aktuellen Meisters. „Die zweite Hälfte lief richtig gut“, lobte Trainerin Müller. Doch schon im Anschluss gab es gegen Frellstedt I den ersten Dämpfer – 4:4 (2:2). Da war durchaus mehr drin, zumal der RVE nach einem Viererpack von Anika Müller nach zehn Minuten bereits 4:2 geführt hatte. Danach forderte die RVE-Trainerin mehr diagonales Spiel. Allerdings ließ der Erfolg zu wünschen übrig. Müller: „Es war klar, dass der Gegner nach dem Ausgleich hinten zumachen würde. Letztlich ist uns im Angriff zu wenig gelungen.“

Danach ging es gegen die Frellstedter Reserve, die sich nach dem 1:3 zur Pause gegen die drohende Niederlage stemmte. Letztlich war es dann Torhüterin Claudia Liesau, die ihrem Team mit teilweise spektakulären das 3:2 festhielt. Übungsleiterin Müller war absolut nicht zufrieden, denn es lief wenig zusammen. Das setzte sich im letzten Tagesspiel fort, als der RV Halle ein 4:4 (1:2) holte. Zwar gelangen zweimal Anika Müller und Liesau beim 4:3 die Wende, doch 30 Sekunden vor Ende schlug es im RVE-Gehäuse ein. „Wir haben nicht den richtigen Ansatz gefunden. Letztlich war die Luft dann aber auch einfach raus bei uns“, lautete Sabine Müllers Fazit.

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