Rudern: Verdener Doppelzweier zweifacher Landesmeister / Merlin Wenner verpasst knapp Bundesentscheid

Wiebe/Hoffmann das Maß aller Dinge

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Leah Wiebe (vorn) und Charlotte Hoffmann vom Verdener Ruderverein lösten das Ticket zum Bundesentscheid in Köln.

Verden - Auf dem Salzgitter-See hat sich der Verdener Doppelzweier Leah Wiebe/Charlotte Hoffmann in souveräner Manier zweimal den Landesmeistertitel im Rudern über die 1000 und 3000 Meter gesichert. Damit löste das Duo bei den 13/14-Jährigen ihre Tickets für den Bundesentscheid in Köln (Hürth), der vom 3. - 5. Juli stattfindet.

„Meine beiden Mädels waren sogar schneller als 14-jährige Jungs in Niedersachsen. Dabei fuhr unser Doppelzweier erstmals in der Schwergewichtsklasse mit“, staunte Heimtrainer Ulrich Wiebe über die famose Leistung. Diese ist noch höher einzustufen, weil sich Charlotte Hoffmann mit heftigen Zahnschmerzen herumplagte. Nach der Rückkehr nach Verden musste sie mit ihren Eltern noch den Zahnarzt-Notdienst aufsuchen.

Die Wettbewerbe begannen mit der längeren Distanz, wo sich das Boot aus der Allerstadt gleich an die Spitze setzte. Wiebe grinste: „Weil beide technisch auf hohem Niveau rudern und eine gewisse Routine haben, fuhren sie alle an die Wand.“ Nach 1500 Metern hatte das Verdener Boot schon einen beruhigenden Vorsprung herausgefahren, im Im Ziel betrug dieser sogar satte 20 Sekunden. Die Siegerzeit lautete 10.50 Minuten, auf den weiteren Plätzen landeten Hannover und Celle.

Auch tags darauf bewies das Boot aus der Allerstadt seine Extraklasse. Über die 1000 Meter kamen Leah Wiebe und Charlotte Hoffmann optimal raus. Bereits nach 300 Metern war die Vorentscheidung gefallen, denn der Vorsprung betrug schon nach dieser Distanz anderthalb Bootslängen. „Es ist immer besser das Rennen von vorne zu bestimmen“, hatte der Trainer die richtige Renntaktik auserkoren, die sich in drei Sekunden Vorsprung, was einer Bootslänge entspricht, auswirkte.

Dagegen verpasste der 14-jährige Merlin Wenner, der erst seit einem Jahr rudert, den Bundesentscheid in Nordrhein-Westfalen. „Äußerst unglücklich. Merlin fehlt einfach noch die Erfahrung“, konstatierte Übungsleiter Wiebe, der dem jungen Athleten am ersten Wettkampftag über die 3000 Meter keine gute Tagesform bescheinigte. Folglich sprang nur der vierte Platz heraus. Da brachte auch Rang zwei über die kürzere Strecke wenig, da das Rennen über die längere Distanz eine höhere Wertigkeit besitzt.

bjl

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