Rosilius hält – 7:6

Bezirkspokal: Etelsen verliert im Elfmeterschießen gegen Verden

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Etelsens Nico Kiesewetter behauptet den Ball gegen Verdens Steen Burford. Doch am Ende jubelte der FC. 

Etelsen - Von Kai Caspers. Als Kato Tavan am Mittwochabend den entscheidenden Elfmeter zum 7:6 (0:1/2:2)-Endstand beim TSV Etelsen in der Qualifikationsrunde zum Fußball-Bezirkspokal verwandelt hatte, gab es für ihn kein Halten mehr. Ganz im Stil von Cristiano Ronaldo feierte er ausgelassen seinen Treffer, ehe es im Eiltempo mit der gesamten Mannschaft des Landesligisten FC Verden 04 zu Bastian Rosilius ging. Schließlich hatte der FC-Keeper im fälligen Elfmeterschießen gleich den ersten Versuch von Rene Hinrichs pariert.

Dass die Verdener ihren Triumph dann auch noch lauthals mit einem „Derbysieger, Derbysieger, hey hey“ feierten – Gerd Buttgereit nahm es mit einem leichten Lächeln im Gesicht zur Kenntnis. Auch sonst machte Etelsens Trainer einen ziemlich aufgeräumten Eindruck. „Am Ende war es dann vielleicht sogar verdient. Denn Verden hatte in den letzten 15 Minuten doch deutlich mehr zu bieten. Da war bei uns doch etwas die Kraft weg“, zeigte sich Buttgereit aber keinesfalls unzufrieden. 

„In der ersten Halbzeit haben wir es gut gemacht und hätten durchaus auch höher führen können. Aber da fehlte uns die nötige Konsequenz im Abschluss. Und das im Elfmeterschießen letztlich auch das nötige Quäntchen Glück benötigt wird –  das ist doch bekannt.“

Zu Beginn der Partie wussten sich beide Teams weitestgehend zu neutralisieren. Gerade im Spiel nach vorne ließen es beide an der nötigen Konsequenz vermissen. Der erste Aufreger dann in der 17. Minute, als Verdens Torhüter Bastian Rosilius sich im eigenen Strafraum auf ein gefährliches Spiel mit dem aufgerückten Bastian Reiners einließ und letztlich Glück hatte, dass dieser Lapsus nicht bestraft wurde. 

Reiners konnte zweimal nicht abschließen

Apropos Reiners: Er hätte die Etelser vor der Pause vorentscheidend in Führung bringen können. Sowohl in der 37. als auch in der 42. Minute tauchte er jeweils frei vor Rosilius auf, brachte das Leder aber nicht im Tor unter. Dafür hatte er das 1:0 durch Nico Kiesewetter eingeleitet, als er nach einem Freistoß von Robert Littmann den Ball behauptete und das Auge für Kiesewetter hatte.

„In der ersten Halbzeit haben wir teilweise zu umständlich gespielt. Das hat sich aber nach der Pause geändert, da waren wir das dominierende Team. Lediglich bei den wenigen Kontern galt es aufzupassen. Und das ist uns bis auf eine Ausnahme ja auch ganz gut gelungen“, erklärte Verdens Trainer Sascha Lindhorst. 

Bereits in der 50. Minute kam der FC zum Ausgleich. Ein eigentlich als Flanke gedachter Ball von Ibrahim Koua wurde länger und länger und schlug schließlich im Winkel ein – 1:1. Nur drei Minuten später hätte es fast erneut geklingelt, als sich Koua nach einer Ecke ein Herz fasste und volley abzog. Dieses Geschoss zischte jedoch knapp am Gehäuse von Etelsens Cedric Dreyer vorbei. 

Die Gäste wussten ihre Chancen nicht zu nutzen

In der 55. Minute verloren die Verdener dann den Ball am Etelser Strafraum und auf einmal ging es blitzschnell. Ein langer Ball auf Reiners, der sich im Laufduell gegen Bjarne Geils behauptete und seinen Querpass in die Mitte vollendete Timo Schöning zum 2:1 (55.). Was folgte, waren wütende Angriffe der Gäste, die ihre Chancen aber nicht zu nutzen wussten. 

Lindhorst reagierte und beorderte Mirco Temp in die Spitze. Mit Erfolg: Denn Verdens Kapitän behauptete sich in der 87. Minute gegen drei Etelser und traf zum 2:2. In der Nachspielzeit sogar noch das vermeintliche 3:2 für Verden durch Bamba, doch Schiedsrichter Niklas Behrens hatte eine Abseitsstellung gesehen. Sehr zum Ärger von Lindhorst. Und auch Buttgereit musste eingestehen: „Da hatten wir Glück.“

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