Auch Nicklas Falldorf verlässt Ottersberg in Richtung Hesedorf / Janot-Brüder fraglich

Rosenbrock – der Kapitän geht von Bord

Für Dominik Rosenbrock (rechts) ist am Saisonende Schluss in Ottersberg: Den 24-Jährigen zieht es zum FSV Hesedorf/Nartum. Archiv
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Für Dominik Rosenbrock (rechts) ist am Saisonende Schluss in Ottersberg: Den 24-Jährigen zieht es zum FSV Hesedorf/Nartum. Archiv

Unabhängig davon, ob der TSV Ottersberg die Saison noch sportlich beenden kann, sind in personeller Hinsicht weitere Entscheidungen gefallen. Mit Kapitän Dominik Rosebrock und Nicklas Falldorf muss der Fußball-Landesligist nächste Saison auf zwei Stammkräfte verzichten. Auch der Verbleib von Artur und Martin Janot ist fraglich.

  • Nach Egzon Percani und Jan Stubbmann verlassen die nächsten beiden Spieler das Wümme-Team
  • Rosenbrock und Falldorf zum Rotenburger Kreisligisten FSV Hesedorf/Nartum
  • Artur Janot macht Verbleib in Ottersberg von der sportlichen Perspektive abhängig

Ottersberg – Der nächste Aderlass beim Fußball-Landesligisten TSV Ottersberg: Nachdem bereits Egzon Percani und Jan Stubbmann (wir berichteten) ihren Abschied zum Saisonende angekündigt haben, stehen künftig auch Kapitän Dominik Rosenbrock und Nicklas Falldorf nicht mehr zur Verfügung. Auf Nachfrage bestätigten beide ihren Wechsel zum ambitionierten Rotenburger Kreisligisten FSV Hesedorf/Nartum. Und dabei muss es nicht bleiben. Denn auch die sportliche Zukunft der Brüder Artur und Martin Janot ist ungewiss.

In den vergangenen Wochen habe ich schon gemerkt, dass es auch ohne Fußball geht. Daher habe ich sogar mit dem Gedanken gespielt, dass ich ganz aufhöre.

Ottersbergs Kapitän Dominik Rosenbrock über die Auswirkungen der Corona-Pandemie

Vor allen Dingen der Wechsel von Dominik Rosenbrock dürfte die Ottersberger sehr schmerzen. Denn der 24-Jährige war nicht nur Kapitän, sondern zudem ein absoluter Leistungsträger und eine echte Identifikationsfigur. Allerdings ist die Unterbrechung aufgrund der Corona-Pandemie auch an ihm nicht spurlos vorbeigegangen. „In den vergangenen Wochen habe ich schon gemerkt, dass es auch ohne Fußball geht. Daher habe ich sogar mit dem Gedanken gespielt, dass ich ganz aufhöre“, sagt der 24-Jährige. „Aber das ging dann doch nicht. Somit habe ich für mich beschlossen, dass eine Veränderung hermuss. Daher kam die Anfrage aus Hesedorf auch genau zum richtigen Zeitpunkt.“ Für den Kontakt zum FSV zeichnete mit Arbeitskollege Kevin Romer ein ehemaliger Mitspieler verantwortlich. Dass der Wechsel für ihn mit einem sportlichen Abstieg verbunden ist – für Rosenbrock kein Problem: „Wichtig war mir nur, dass der Verein ambitioniert ist. Und das hat mir Trainer Vitalij Kalteis in den guten Gesprächen schnell vermittelt. Daher kann ich meine Entscheidung, auch wenn sie für viele etwas überraschend kommt, auch gut vertreten.“

Auch Nicklas Falldorf verlässt die Wümme-Elf.

Da ich eine Ausbildung zum Erzieher mache, weiß ich nicht, ob ich den Aufwand für die Landesliga noch betreiben könnte. Aber da ich unbedingt noch kicken wollte und es mir mittlerweile auch schon wieder in den Füßen brennt, habe ich mich für den FSV entschieden.

Ottersbergs Mittelfeldspieler Nicklas Falldorf

Auch Nicklas Falldorf, der genau wie Rosenbrock bis dato nur in Ottersberg gespielt hat, begründet seinen Wechsel mit der Lust auf etwas Neues. „Durch meine Schulzeit in Sottrum habe ich einige Kumpels, die in Hesedorf spielen. Und mit Moritz Meyer und Lucas Leandro Moreira stehen auch zwei Spieler im Kader, die ich noch aus gemeinsamen Zeiten in der A-Jugend kenne“, gibt der 24-Jährige zu verstehen. „Hinzu kommt, dass ich bis dato nur Gutes vom FSV gehört habe. Daher bin ich auch fest davon überzeugt, dass es dort klappen wird.“ Und noch einen Grund gibt Falldorf für seinen Wechsel an. „Da ich eine Ausbildung zum Erzieher mache, weiß ich nicht, ob ich den Aufwand für die Landesliga noch betreiben könnte. Aber da ich unbedingt noch kicken wollte und es mir mittlerweile auch schon wieder in den Füßen brennt, habe ich mich für den FSV entschieden.“ Dass der Mittelfeldspieler dabei erneut auf Dominik Rosenbrock trifft, bezeichnet er als Glücksfall: „Das ist natürlich super. Zumal ich davon nichts wusste, da wir beide völlig unabhängig voneinander gefragt wurden.“ Angesprochen auf die aktuelle Saison sind sich beide Akteure einig. Während Rosenbrock eine Fortsetzung als völligen Unsinn bezeichnet, kann sich auch Falldorf das nur ganz schwer vorstellen: „Ich wäre schon sehr froh, wenn ich mit den anderen Jungs zumindest wieder auf dem Platz stehen könnte und es somit eventuell zu einem vernünftigen Abschluss kommt. Zumal ich Ottersberg ja nicht im Groll verlasse. Klar, ein Wechsel ist immer doof. Aber die Türen sind ja nicht für immer zu!“

Janot-Brüder gibt es nur im Doppelpack

Apropos Wechsel: Auch bei Artur und Martin Janot stehen die Zeichen eventuell auf Abschied. Und sollte es dazu kommen, dann definitiv im Doppelpack. „Sollte ich gehen, gilt das auch für meinen Bruder. Denn wir wollen auf jeden Fall weiter zusammenspielen“, macht Artur deutlich. Dass der 28-Jährige, der sich in der deutschen Rap-Szene unter dem Pseudonym Unikat einen Namen gemacht hat, Gerüchten zufolge die Fußballschuhe komplett an den Nagel hängen will, verneint der 28-Jährige vehement. „Natürlich will ich in diesem Jahr in der Musik weiter Gas geben. Aber ich habe auch noch große Lust zu kicken. Ob das dann letztlich in Ottersberg ist, wird sich zeigen. Daher wäre es wichtig, dass relativ schnell ein neuer Trainer präsentiert und die Kaderplanung vorangetrieben wird. Denn schon jetzt müssen vier Stammkräfte ersetzt werden“, wünscht sich Artur Janot eine vernünftige Perspektive bei seinem Heimatverein. Somit liegt der Druck jetzt in erster Linie bei den Ottersberger Verantwortlichen um den neuen Sportlichen Leiter Drilon Demaku. „Ich verstehe mich mit Drilon wirklich gut. Auch privat. Daher gebe ich ihm noch etwas Zeit. Denn ich sehe ja auch, dass er sehr engagiert ist. Aber da muss dann auch was passieren, da ich nicht immer nur gegen den Abstieg spielen will und zudem ein konkretes und spannendes Angebot vorliegen habe“, so der 28-Jährige.

Von Kai Caspers

Sein Verbleib ist fraglich: Artur Janot.

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