Fußball-Kreisligist holt geschassten Trainer zurück / Gleichberechtigt neben Rechten?

Rolle rückwärts in Bierden: Bierstedt-Bruhn wieder da

Erst war die Uhr für Stephan Bierstedt-Bruhn in Bierden abgelaufen, jetzt aber tickt sie wieder.

Bierden - Wenn das keine klassische Rolle rückwärts ist: Nach Unstimmigkeiten und einer Negativserie hatte sich Fußball-Kreisligist TSV Bierden Mitte Oktober vergangenen Jahres von seinem Trainer Stephan Bierstedt-Bruhn getrennt – seit kurzem sieht es so aus, als sollte der 52-Jährige ab sofort wieder als gleichberechtigter Coach neben dem jetzigen Trainer Uwe Rechten an der Seitenlinie stehen.

Bereits seit Mitte Januar stehen der Fußball-Vorstand um den neuen Vorsitzenden Olaf Blöthe und der geschasste Übungsleiter wieder in Kontakt, am Wochenende stand Bierstedt-Bruhn dann im Derby beim TSV Uesen auch erstmals auf dem Platz. Bierstedt-Bruhn klärte auf: „Dass ich überhaupt einem Gespräch mit dem TSV Bierden zugestimmt habe, lag nur daran, dass der Vorstand, der mich damals entlassen hat, nicht mehr vorhanden ist. Ich bin ja vieles – aber nicht nachtragend. Meine Planungen waren zwar ganz andere, doch wir werden jetzt mal schauen, was im Abstiegskampf noch so geht.“

Vor allem der Wechsel vom einstigen sportlichen Leiter Florian Warmer zum Oberligisten TB Uphusen zur Halbserie war für den Langwedeler entscheidend. Der alte/neue Trainer lässt dann auch kein gutes Haar an Warmer: „Er hat durch seine damalige Einzelaktion viel verbrannte Erde in Bierden hinterlassen! Letztlich war es ja nicht die Mannschaft, die mich nicht mehr wollte. Das war nur er!“

Nun, ganz so wollte das Warmer natürlich nicht stehen lassen, entgegnete dem: „Dass Stephan verbittert ist, kann ich verstehen. Doch wir lagen sportlich am Boden, ich musste eine Entscheidung fällen. Und die habe ich zuvor mit einigen Teilen der Mannschaft als auch des Vorstandes abgesprochen! Mehr möchte ich eigentlich zu diesem leidigen Thema nicht sagen – ist besser so.“

Doch das ist alles Schnee von gestern. Nun will sich der TSV Bierden zukünftig völlig neu aufstellen, „und da möchte ich durchaus dabei sein und meinen Teil beitragen, dass wieder Ruhe im Verein einkehrt. Damals haben nach meiner Demission gleich acht Spieler den Club verlassen. Allein das zeigt ja, wie das alles zustande kam. Schon deshalb kann ich den TSV Bierden nicht dafür verantwortlich machen“, sagt Bierstedt-Bruhn. Und der Übungsleiter fügte dann noch süffisant an: „Ich habe mich damals gar nicht richtig von meinem Team verabschieden können. Also war es quasi doch nur eine Pause, die ich eingelegt habe! Mal sehen, was Uwe und ich gemeinsam bewirken können.“

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