MTV sorgt mit 4:1 über Wallhöfen für Paukenschlag

Röpke bringt Riede auf richtigen Weg

Riede - Von Frank von StadenFür einen echten Paukenschlag sorgte gestern der MTV Riede in der Fußball-Bezirksliga. So setzte sich das Team von Trainer Uwe Bischoff auf heimischem Terrain gleich mit 4:1 (1:1) gegen den großen Titelfavoriten TSV Wallhöfen durch und sorgte damit für die größte Überraschung des gestrigen Tages.

„Insgesamt war das eine wirklich gute Leistung. Wir haben aus dem Bevern-Spiel gelernt, als uns dort mit Zweikampfstärke und großem Willen der Schneid abgekauft wurde. Genauso haben wir es diesmal gegen Wallhöfen gemacht und das hat den Gästen gar nicht geschmeckt. Spielerisch war uns der TSV sicherlich überlegen, doch wir haben heute gezeigt, dass mehr zum Siegen gehört als nur eine gut anzusehendes Kombinationsspiel“, zeigte sich Bischoff nach dem Abpfiff hochzufrieden mit der Laufbereitschaft und der Bissigkeit seiner Elf.

Die Gäste indes müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie sich in dieser Partie mehr und mehr aufs Jammern und Hadern versteiften, je länger die Partie dauerte. Nur in den ersten 30 Minuten zeigte der TSV, was man von ihm in dieser Saison erwartet: Überlegen geführtes Spiel mit schnellen Vorstößen und sicherem Passspiel. Verdient so auch die Führung durch Jorit Bierwald, der nach Prigge-Freistoß völlig ungedeckt per Kopf netzen durfte (7.). Als dann Johann Boger wenig später ebenfalls freistehend das 0:2 ausließ (11.), begannen die Gäste erstmals leicht zu hadern. Das vermehrte sich dann, als Hagen Röpke eine feine Flanke vom quirligen Dennis Knief zum 1:1 verwerten konnte (30.) und damit seinen MTV auf den richtigen Weg brachte. Denn so langsam legten die Hausherren den Respekt ab.

Nach dem Wiederanpfiff kamen die Gäste dann noch einmal brandgefährlich vor die Bude von Marcel Bremer, als der Keeper einen Klindworth-Hammer noch an die Latte lenken konnte (61.). Danach aber verzettelten sich die Wallhöfer immer mehr im Spielaufbau, waren mit dem Mund mehr im Spiel als mit dem Fuß. Die Platzherren indes blieben ruhig und nutzten ihre erste Chance im zweiten Durchgang durch den durchbrechenden Marc Müller nach feinem Keller-Pass – 2:1 (78.). Und es kam noch besser. Als dem eingewechselten Florian Brüns gar das 3:1 gelang (87.), entfuhr es „Stadionsprecher“ Siegfried Hoffmann durchs Mikro: „Ist das nicht geil?“ Einen drauf setzte „Sigi“ dann nach dem 4:1 des ebenfalls kurz zuvor eingewechselten Mesut Kadah (90.): „Das ist der blanke Wahnsinn. Da sieht man, dass auch Wallhöfen nicht übers Wasser laufen kann!“

Blumig, blumig – doch Recht hatte er.

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