31-Jähriger hat großen Anteil am Erfolg des TBU / „Es macht einfach Spaß“

Rockahr – der Kapitän geht voran

Für Philipp-Bruno Rockahr könnte es derzeit besser kaum laufen: Seitdem „Rocky“ die Kapitänsbinde beim TBU trägt, liefert er eine starke Vorstellung nach der anderen ab.
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Für Philipp-Bruno Rockahr könnte es derzeit besser kaum laufen: Seitdem „Rocky“ die Kapitänsbinde beim TBU trägt, liefert er eine starke Vorstellung nach der anderen ab.

Uphusen – Vor der Saison galt Fußball-Oberligist TB Uphusen als sicherer Kandidat für die Abstiegsrunde. Auch die Vorbereitung verlief alles andere als vielversprechend. Als das Team von Christian Ahlers-Ceglarek dann zum Saisonauftakt auch noch eine herbe 1:6-Klatsche in Spelle kassierte, schienen sich die Einschätzungen frühzeitig zu bestätigen. Doch seitdem haben die Arenkampkicker keine Partie mehr verloren und sich auf Platz vier vorgeschoben. Der Erfolg – er ist eng mit dem Namen Philipp-Bruno Rockahr verbunden, der als Kapitän immer vorangeht und aktuell seine wohl beste Saison im TBU-Trikot spielt.

Auch wenn der 31-Jährige, der in Bremen als IT-Consultant arbeitet, nicht bestreiten wollte, dass ihn die Kapitänsbinde schon etwas beflügelt, liefert „Rocky“ eine viel einfachere Erklärung für seine bisherigen starken Auftritte. „Es macht derzeit einfach richtig Spaß. Alle haben Bock und ziehen voll mit. Und klar, natürlich spüre ich auch das Vertrauen des Trainers und der Mannschaft. Denn sonst hätte sie mich ja wohl nicht zum Kapitän gewählt“, erklärt der Flügelspieler des TBU. Denn entgegen der üblichen Gepflogenheiten wurde Rockahr nicht von Ahlers-Ceglarek bestimmt. „Natürlich hatte ich im Vorfeld auch mit Rocky gesprochen. Und da war schnell klar, dass wir eine Sprache sprechen. Danach habe ich die Mannschaft entscheiden lassen, wobei der Kreis der Kandidaten für das Amt schon ziemlich klein gewesen ist“, verweist der TBU-Coach auf das junge Durchschnittsalter seines Teams. Nach der Entscheidung fühlte sich „Zecke“ aber noch mehr bestätigt. „Wir kennen uns schon lange und haben eine gute Basis. Daher weiß Rocky, was ich von ihm erwarte. Und aktuell macht er es wirklich sehr, sehr gut.“

Für Rockahr, der vor zweieinhalb Jahren zum TBU gekommen ist, hat sich aber nicht nur mit dem Tragen der Binde etwas geändert. Nein, auch sonst hat der 31-Jährige viele positive Veränderungen in Uphusen ausgemacht. Das geht los beim neuen Betreuer und hört bei der Philosophie des Vereins auf. „Natürlich haben wir in puncto Neuzugänge dieses Mal nicht nur die ganz großen Namen geholt. Dafür wird auf hungrige und junge Spieler gesetzt. Und das finde ich super“, war für Rockahr die von Florian Warmer, Sportlicher Leiter des TBU, gewählte Strategie goldrichtig. Beste Beispiele dafür sind unter anderem Jarno Böntgen und Elario Ghassan, die den Sprung in die erste Elf bereits geschafft haben. „Aber auch die anderen haben jede Menge Potenzial. Das versuche ich ihnen im Training dank meiner Erfahrung von rund 300 Spielen in der Oberliga auch immer wieder zu vermitteln. Und dann kommt auch ihre Chance. Zwar ist die Jugend von heute nicht mehr mit der aus meiner Zeit zu vergleichen, doch ich höre immer in die Mannschaft rein und bekomme daher den Spagat auch ganz gut hin“, sieht sich „Rocky“ ohnehin nicht als autoritären Kapitän. „Nein, ich gehe auf die Jungs ein und versuche sie immer wieder neu zu motivieren.“

Dass es sportlich derzeit so gut läuft – auch für Rockahr ist es etwas überraschend. Zumal die Saison mit dem 1:6 in Spelle ja denkbar schlecht begonnen hat. „Auch wenn sich das jetzt blöd anhört. Da haben wir gar nicht schlecht angefangen. Und rückblickend war das sicher eine Initialzündung. Denn danach sind wir als Team noch enger zusammengerückt“, kann Rockahr der Klatsche im Nachhinein noch etwas Positives abgewinnen. „Und auch wenn aktuell erst fünf Spiele absolviert sind. Warum sollten wir es nicht in die Meisterrunde schaffen? Ganz unrealistisch erscheint es mir nicht. Daher ist es wichtig, dass wir weiterhin alle an einem Strang ziehen und uns auch von Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen lassen. Denn die sind bei einer jungen Mannschaft nie komplett auszuschließen“, sieht sich der 31-Jährige genau in diesen Situationen mehr denn je gefordert. Aber im Grunde genommen will sich Rockahr mit derartigen negativen Szenarien gar nicht so sehr beschäftigen. Nein, vielmehr genießt der TBU-Kapitän den Augenblick. „Es macht mir derzeit einfach großen Spaß voranzugehen. Entsprechend befreit spiele ich auch. Aber das gilt für die komplette Mannschaft. Daher sind wir definitiv auf dem richtigen Weg. Gucken wir mal, wo der noch hinführt!“

Von Kai Caspers

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