Achim in Hälfte zwei chancenlos

Rieder Express überrollt Rot-Weiß – 5:3

Jarno Blicker (r.) markierte das 1:1 – die Achimer Catalin Varga (l.). und Emilijan Lundraxhiu konnten nur hinterherschauen. Riede siegte 5:3.
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Dieser Kopfball saß: Jarno Blicker (r.) markierte das 1:1 – die Achimer Catalin Varga (l.). und Emilijan Lundraxhiu konnten nur hinterherschauen. Riede siegte 5:3.

Riede – So langsam kann der MTV Riede für die Bezirksliga-Meisterrunde planen. Mit dem 5:3 (1:1) am Sonntag im Derby über den 1. FC Rot-Weiß Achim brachte sich die Elf von Nils Krüger in eine weiter verbesserte Ausgangsposition.

Wenn auch der Trainer ein wenig auf die Euphoriebremse drückte: „Bei fünf ausstehenden Spielen sind ja noch 15 Punkte zu vergeben.“ Euphorisch genossen die Fans am Segelhorst indes den Erfolg, der erst in der zweiten Halbzeit eingetütet wurde. Nach ruhigem Beginn überrollte der MTV-Express die Gäste in der Schlussphase förmlich. „Es war deutlich zu sehen, dass uns das Mittwoch-Match in Worpswede noch in den Knochen steckte“, merkte Konstantinos Efeoglou richtig an. Trotzdem zeigte sich der RW-Coach als fairer Verlierer: „Riede hat clever gespielt und verdient gewonnen.“

Faruk Sencis Ärger über nicht gegebenes Tor

Dass  seine Achimer immer gegen ein Team spielen müssten, das am Vorsonntag frei gehabt habe, ist Efeoglou leid anzumerken. Dafür ärgerte ihn das von Schiri Till Reese zurückgenommene vermeintliche 2:0 (24.): „Das war regulär, aber wir müssen die Entscheidung akzeptieren.“ Aufgebracht zeigte sich Schütze Faruk Senci, der vor dem Einnetzen Torben Maaß gefoult haben soll: „Er ist weggerutscht, ich habe ihn nicht berührt.“ Ob die Gäste bei einer höheren Führung am Ende besser abgeschnitten hätten, bleibt indes hypothetisch.

Bereits in der sechsten Minute hatte sich Ali Achour gegen Maaß behauptet und die Kugel zum 1:0 in die Maschen gesetzt. Achim gefiel durch feine Spielzüge, ließ jedoch die letzte Konsequenz vermissen. Trotz des Rückstandes wirkten die Rieder zunächst noch verhalten. „Wir waren teilweise zu zögerlich und boten zu viel Sicherheitsabstand“, suchte Krüger nach einer Erklärung.

Die Hausherren hatten Glück, dass Behcet Kaldirici und Senci innerhalb einer Minute zwei gute Chancen liegenließen (14.). So wurde Rot-Weiß auch nach der strittigen Nicht-Tor-Entscheidung etwas schwächer, was Riede kurz vor der Pause ausnutzte: Eck Marvin Just, Kopfball Jarno Blicker – 1:1 (41.).

Riede-Coach Nils Krüger zufrieden: „Wir bereiten Spaß“

Hälfte zwei begann turbulent. Luca Johanningmeier köpfte eine Just-Ecke, die alle Achimer passieren ließen, zum 2:1 in die Maschen (47.). Nur 120 Sekunden später legte Kaldirici einen Freistoß in den Rückraum, Serxhio Koleci schob überlegt zum 2:2 ein. Schon früh deutete sich dann an, dass den Gästen die Puste ausgehen sollte – Riedes junge Truppe lauerte weiter auf Ballgewinne und startete dann im Express-Tempo Gegenzüge. Ein Just-Solo konnte Keeper Lukas Schuler nur per Foul stoppen, hielt dann aber den fälligen Strafstoß von Johanningmeier samt Nachschuss von Maaß – den dritten Versuch setzte Niklas Behn über den Kasten (54.). Mit einem Kopfball-Eigentor nach Lindenberg-Flanke läutete Berkat Karaca die RW-Niederlage ein – 3:2 (60.). Bei zahlreichen Chancen trafen nur noch Lennart Schröder nach Solo (71.) und Behn per Nachschuss (78.) zum 5:2. Francesko Mesuti gelang noch Ergebniskosmetik zum 5:3 (90.+4). Und Nils Krüger hatte doch einen kleinen Anflug von Euphorie: „Das ganze Team hat eine gute Leistung gezeigt. Für die Fans lohnt es sich zu kommen. Wir bereiten ihnen Spaß.“

Von Ulf Von Der Eltz

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