Renntag: Achimer Hindernisjockey Cevin Chan mit guten Chancen / Gestüt Ittlingen gibt seine Premiere und schickt Stellato an den Start

Erstmals seit einigen Jahren wieder ein Halbblutrennen in Verden

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Raoul-Johannes Dygas

Verden - Sonntag ist es wieder soweit: Der Verdener Rennverein öffnet ab 13.55 Uhr auf der Rennbahn am Lüneburger Weg die Startboxen für einen spannenden Renntag mit sechs Flach- und einem Jagdrennen. Ein Ponyrennen für den Rennreiternachwuchs gibt es gleich zu Beginn.

Gleich im ersten Rennen startet ein haushoher Favorit. Es handelt sich dabei um Gestüt Ittlingens vierjährigen Wallach Stellato, der vom deutschen Spitzentrainer Waldemar Hickst (Köln) trainiert wird. Sollte Stellato nur halbwegs in Form sein, ist ihm der Sieg nicht zu nehmen. Das Gestüt Ittlingen war im vergangenen Jahr der erfolgreichste Besitzer in Deutschland und hat ebenso wie Trainer Waldemar Hickst (Köln) erstmals in Verden ein Pferd am Start. Besonders gute Siegchancen besitzt mehrfach der deutsche Champion der Hindernisjockeys Cevin Chan. Der Achimer steigt sechsmal mit sehr guten Chancen in den Sattel. Chan erinnert sich sicher gern an das Jahr 2010 zurück, als er in Verden gleich vier Rennen gewann und zweimal Zweiter wurde. Seitdem war er aber in Verden nicht mehr dabei. Auch der Cluvenhagener Amateurrennreiter Raoul-Johannes Dygas, der ebenfalls schon in Verden siegreich war, reitet am Sonntag. Ein Jockey, der erstmals in Verden in den Sattel steigt, ist Cesare Tessarin. Nach mehrjähriger Pause ist er seit zwei Jahren wieder aktiv und hat in Verden interessante Ritte für Trainerin Elfi Schnakenberg. Die Trainerin aus Blender-Jerusalem, die in den vergangenen Jahren die Verdener Renntage mit ihren Pferden meist beherrschte, darf auch am Sonntag auf keinem Wettzettel fehlen. Elfi Schnakenberg und Pavel Vovcenko sind die Trainer, die am meisten beachtet werden müssen. Gut besetzt ist das Jagdrennen des Tages über 3400 Meter, das zum Abschluss des Renntages gegen 18 Uhr gestartet wird. Mit Alanco, der von Jan Korpas geritten wird, kommt eines der erfolgreichsten deutschen Jagdpferde der vergangenen Jahre an den Start. Der unverwüstliche Wallach hat aber starke Konkurrenz, denn Mister Moon mit Cevin Chan und der belgische Gast Coyaique mit Miguel Lopez sind nicht zu unterschätzende Gegner.

Erstmals seit einigen Jahren findet in Verden wieder ein Halbblutrennen statt, in dem sechs Pferde an den Start kommen. Leider sind in Deutschland zur Zeit nicht mehr viele Halbblüter im Training, die zudem auch nicht die Klasse besitzen, die früher Pferde wie zum Beispiel die unvergessenen Schwarzwald, Schwarzer Prinz, Dornkaat, Dompfaff, Domherrin oder Dolliman besaßen. „Die Halbblüter haben im Kreis Verden eine große Tradition. Daher haben wir uns entschlossen, ein Rennen für sie auszuschreiben“, sagt Rennvereins-Vorsitzender Kurt-Henning Meyer. Auf der Verdener Rennbahn kann auch auf die zeitgleich stattfindenden Rennen in Baden-Baden und Leipzig gewettet werden. Diese werden zudem via Bildschirm live übertragen.jho

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