Eitzerin Jördis-Ina Meinecke und Hindernisstute Mariquita: Eine Erfolgsstory

Der Rennsport ist ihr Leben

Verden - Von Jürgen HonebeinSchnelle Vollblüter sind ihre Leidenschaft. Seit über 20 Jahren ist die Verdenerin Jördis-Ina Meinecke dem Galopprennsport eng verbunden. Sie ist nicht nur Besitzerin des Stalles Moorbock, sondern trainiert einige ihrer Rennpferde auch selbst. Das ist möglich, weil sie 1991 in Köln die Prüfung als Besitzertrainerin ablegte.

Das Rennjahr 2013 war für Jördis-Ina Meinecke ein besonders erfolgreiches, denn ihre siebenjährige Red Ransom-Stute Mariquita war nach dem fünfjährigen Wallach Kazzio (21 578 Euro) mit 19 546 Euro das zweiterfolgreichste Hindernispferd in Deutschland. „Wenn Mariquita gesund bleibt, werde ich in den nächsten Jahren noch viel Freude an ihr haben“, ist die vitale 60-jährige kaufmännische Angestellte überzeugt. Mariquita wird aber nicht von ihr selbst, sondern von Pavel Vovcenko (Achim-Bollen) trainiert, der sich in diesem Jahr das deutsche Championat der erfolgreichsten Hindernistrainer vor Christian Freiherr von der Recke (Weilerswist) sicherte und damit Elfi Schnakenberg (Blender-Jerusalem) ablöste. „Pferde, die in Hindernisrennen laufen, kann ich nicht selbst vor Ort vorbereiten“, erklärt Meinecke. Die siebenjährige Stute gewann in diesem Jahr in Zweibrücken, Krefeld (2) und im französischen Wissembourg insgesamt vier Rennen.

Meinecke konnte 2013 nicht nur als Besitzerin von Mariquita auf Siege zurückblicken, sondern auch als Trainerin. So gewann der

Newmarket und Autieul

2014 als Reiseziele

von ihr geformte und auch gezüchtete zehnjährige Wallach Dark Fellow unter anderem in Bremen als 173:10-Außenseiter einen Ausgleich IV über 1600 Meter. Noch erfolgreicher war der ebenfalls von ihr gezüchtete und an den Stall Scholz & Friends verpachtete Dark Fighter, der in Bremen und Halle erfolgreich war. Jördis-Ina Meinecke trainiert ihre Pferde meist unkompliziert in der Armsener Feldmark oder fährt mit ihnen auf die große Trainingsanlage nach Bremen-Mahndorf.

Ihren bisher größten Erfolg feierte die in Eitze wohnende Meinecke schon im Jahre 1990, als ihre damals fünfjährige Stute Parität mit dem mehrfachen deutschen Champion Peter Schiergen im Sattel vor 40 000 Zuschauern in Berlin-Hoppegarten das erste Galopprennen im ehemaligen Osten nach der Wende gewann. „Das wird immer Geschichte bleiben“, ist die 60-Jährige noch heute stolz.

Schon früh in der Jugend galt ihr Interesse den Pferden und da insbesondere der Warmblutzucht. Ein ganz besonderes Faible hatte sie für Hannoveraner, doch das erste Pferd war ein Oldenburger Wallach, mit dem sie in A-Dressuren und A-Springen erfolgreich war. Jördis-Ina Meinecke interessierte sich aber auch immer schon für die Zucht und studierte intensiv interessante Blutlinien. So war es für sie eine besonderes Freude, als fünf Jahre später eine Hannoveraner Stute in ihrem Besitz war und sie mit ihr züchtete. Das erste Fohlen war sofort ein Volltreffer, denn es gewann später Dressurprüfungen bis zur Kl. S. Zum Galopprennsport kam Meinecke mehr per Zufall. Und „schuld“ daran war die Vollblutstute Parität von Rocket/Pavati, die sie günstig vom damaligen Gestüt Quellenhof erwarb. Parität, die zunächst von Hermann Scholz und danach von Jonny Hansen in Verden trainiert wurde, zeigte als Dreijährige so gut wie gar nichts auf der Rennbahn und auch ihre Leistung als Vierjährige mit nur einem Überraschungssieg in Hannover war mäßig. Doch plötzlich platzte der Knoten und es ging steil bergauf mit der Stute, die rund 35 000 Euro zusammen galoppierte. Damit war Meinecke endgültig im Rennsport angekommen.

Im nächsten Jahr möchte sie zwei Träume verwirklichen. Zum einen will sie das englische Pferdemekka Newmarket besuchen, wo Vollblüter im Straßenverkehr sogar Vorfahrt vor Autos haben. Zum anderen möchte sie einen Start von Mariquita im französischen Autieul miterleben. „Das ist eine der bekanntesten Rennbahnen für Hindernispferde in der Welt. Und wenn dort ein Pferd von mir laufen sollte, wäre das ein Traum“, schwärmt Jördis-Ina Meinecke.

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