TSV Etelsen 1:2 gegen Elbmarsch / Erst in zweiter Halbzeit Kampf angenommen

Reiners‘ 1:0 wirkt wie Gift

Etelsen - Von Frank von StadenEine über weite Strecken desolate erste Halbzeit brachte gestern Nachmittag Fußball-Landesligist TSV Etelsen auf die Verliererstraße und ließ ihn auf Platz vier der Tabelle abrutschen. So unterlagen die Blau-Weißen trotz einer frühen Führung durch Bastian Reiners vor heimischer Kulisse Eintracht Elbmarsch noch mit 1:2 (1:2).

Zwar drückten die Hausherren nach einer deutlichen Kabinenansprache von Trainer Bernd Oberbörsch im zweiten Abschnitt mit Macht auf den Ausgleich, doch war es teilweise schon erschreckend, wie fahrlässig mit der Chancenverwertung umgegangen wurde. Nach dem Abpfiff wollte der Etelser Übungsleiter auch gar nichts beschönigen, konstatierte: „Elbmarsch hat es im ersten Abschnitt mit ganz einfachen Mitteln gut gemacht, die Tore aber mit unserer gütlichen Mithilfe erzielt. In der zweiten Hälfte haben wir überragend bis zum gegnerischen Strafraum gespielt, dann aber mit Kindergartenabschlüssen brilliert. In der Damen-Kreisklasse machen sie das besser! Ich hätte mir gewünscht, dass wenigstens einer einmal bei den zahlreichen Möglichkeiten den Kopf hochgenommen und einen platzierten Schuss angesetzt hätte. So aber haben wir uns eine unnötige Niederlage eingehandelt. Hätten wir das 2:2 gemacht, wäre auch noch ein Sieg herausgesprungen.“

Dabei ging alles so gut los für die Hausherren. Denn schon nach vier Minuten konnte Bastian Reiners einen Jäger-Freistoß aus der Nahdistanz in die Maschen drücken. Doch irgendwie wirkte diese Führung wie ein lähmendes Gift, denn bis zum Abpfiff machten die Gastgeber immer einen Schritt weniger, bekamen kaum Zugriff im Mittelfeld, verloren viele wichtige Zweikämpfe, hingen die Spitzen so förmlich in der Luft. „Was wieder beweist, dass in dieser Liga nicht der gewinnt, der am schönsten spielt, sondern derjenige, der mehr investiert“, merkte da Oberbörsch an. Da das die Gäste taten, nahmen sie dann auch zurecht einen 2:1-Vorsprung mit in die Pause. Erst traf Christian Spill aus spitzem Winkel (18.), dann Simon Schubert (21.). Bei beiden Gegentoren sah Innenverteidiger Oliver Warnke alles andere als gut aus. Im zweiten Abschnitt aber rief Warnke dann wie all seine Mitspieler eine Top-Leistung bis zum gegnerischen 16er ab. Zwar konnten die Gäste den ein oder anderen Konter fahren, doch fast im Minutentakt boten sich nun den Etelsern beste Einschussmöglichkeiten. Aber weder Kato Tavan, Maximilian Altevoigt, Bastian Reiners als auch der spät eingewechselte Onur Kaya vermochten ihre 100-Prozenter zu nutzen.

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