Etelser hat Trainer-A-Lizenz – und träumt von der Bundesliga / „Nachwuchsleistungszentrum spannend“

Reiners: „Profibereich noch weit weg“

Da ist das Ding: Bastian Reiners präsentiert stolz die Trainer-A-Lizenz, die der Etelser in Hennef erwarb.

Etelsen - Von Ulf von der Eltz. Vor dem nächsten Schritt als Coach stellt sich für Bastian Reiners eine schwierige Frage – aber es ist gleichzeitig auch eine äußerst spannende: „Wenn ich höhere Aufgaben in Angriff nehme, muss ich mit dem Fußballspielen aufhören. Noch bin ich nicht so weit, aber es kommt sicher die Zeit. Das wird also eine wichtige Selbsterfahrung.“ Das Rüstzeug für eine Karriere auf der Bank hat er – der Stürmer des Landesligisten TSV Etelsen schloss jetzt in Hennef den Lehrgang zur Trainer-A-Lizenz erfolgreich ab.

Mit diesem Schein darf der 27-Jährige, zurzeit für die U16 der JSG Baden/Etelsen verantwortlich, im Herrenbereich Teams bis zur Regionalliga übernehmen. Bei den Damen und der Jugend sind gar keine Grenzen mehr gesetzt – da wäre sogar ein Engagement in der Bundesliga möglich. Doch soweit denkt der Offensiv-Kicker noch nicht: „In naher Zukunft schwebt mit eine Hospitanz oder ein Praktikum in einem Nachwuchsleistungszentrum vor. Alexander Ruf und Micha Langreder haben mir in Etelsen viel von der Talentschmiede des SV Werder Bremen erzählt. Das finde ich äußerst spannend.“

Es fing alles beim TSV Blender an

Sicher träumt auch Reiners, der sein Lehramts-Studium für Geschichte und Sport in Hannover in eineinhalb Jahren mit dem zweiten Master abschließen möchte, vom Trainerdasein im Profifußball. „Auch wenn mich die Inhalte dafür brennend interessieren, ist der Fußball-Lehrer noch ganz weit weg“, setzt der Verdener ein großes Aber. Aus zweierlei Gründen: „Eine Karriere im Profibereich kann man nicht planen, das ist im Gegensatz zur Lehrer-Variante viel zu unsicher. Ich möchte mich da auch nicht unter Druck setzen. Und bisher hat es mir sehr gutgetan, den Weg Schritt für Schritt zu beschreiten.“

Es fing alles beim TSV Blender an, als sich der Stürmer 2010 eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte. Mit dem Erwerb der C-Lizenz Leistungsfußball in Barsinghausen übernahm er die C-Jugend seines Heimatvereins. Damals bastelte er diesen Schein zusammen mit Nils Goerdel, wodurch auch der Wechsel zum TSV Etelsen zustande kam. Im Sommer 2015 folgte in Kaiserau die Jugend-Elite-Lizenz, bei den Schlossparkkickern stieg er dann ebenfalls im Nachwuchsbereich ein. Rückblickend sieht der Blondschopf nur Vorteile im langsamen Aufbau der Trainer-Laufbahn: „Am wichtigsten ist, dass man sich als Coach und als Mensch auf diesem Weg ungeheuer weiterentwickelt.“ Die prägendsten Persönlichkeiten seien in diesen Bereichen Cord Clausen und Bernd Oberbörsch gewesen.

„Es tut unheimlich gut für die Seele“

Wie sehr manchmal das Glück eine entscheidende Rolle für das Vorpreschen zu den Profis spielt, führte dem Etelser in Hennef Admir Hamzagic vor Augen. Der Co-Trainer von Pal Dardai bei Hertha BSC, der selbst nur in der Oberliga gespielt hatte, rutschte mit dem Ungarn zusammen aus dem Juniorenbereich in die Bundesliga. „Dort hatte er sich das Vertrauen von Dardai erarbeitet und etablierte sich somit auch in oben“, schildert Reiners.

Den Ansporn für die Trainerarbeit gab seine eigene Jugendzeit: „Wir hatten in Blender Übungsleiter, die organisatorisch mit Festen und Fahrten alles drauf hatten. Manch einer war aber fachlich nicht so gut. Da war mir klar, dass ich unbedingt die Qualifikation brauche, wenn ich mal eine Mannschaft übernehmen würde.“ Und eine Bestätigung der eigenen Arbeit darf ebenfalls nicht außer acht gelassen werden: „Es tut unheimlich gut für die Seele, wenn ehemalige Spieler kommen und sagen, dass man der beste Trainer gewesen ist.“ Auch das ist eine wichtige Selbsterfahrung.

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