Riesen-Enttäuschung gegen FT Braunschweig / Spitzer: „Einstellungsfrage“

0:2 – und das Los Rehden verdirbt TBU-Laune komplett

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Gute Miene zum bösen Los: Sabrina Thellmann bescherte unter Aufsicht von Frank Schmidt den BSV Rehden als Halbfinalgegner.

Von Ulf von der EltzUPHUSEN · Das letzte Fünkchen Hoffnung auf einen Tag, der nicht komplett in die Tonne gedrückt werden konnte, zerstob im Vereinsheim – nach der Riesen-Enttäuschung mit der 0:2 (0:1)-Pleite gegen die FT Braunschweig im Oberliga-Match kam es für die Fußballer des TB Uphusen noch einmal knüppeldick: Sabrina Thellmann, Freundin des verletzten Benjamin Titz, fischte den BSV Rehden als Halbfinal-Kontrahenten im Niedersachsenpokal aus dem Topf.

Ausgerechnet der Regionalligist, den Coach Andre Schmitz schon vorher als Horror-Los („das stärkste Team“) bezeichnet hatte, stellt sich nun am Ostermontag, 21. April, dem Turnerbund in den letzten 90 Minuten vor dem Einzug ins Finale und damit dem Erreichen der so lukrativen 1. Hauptrunde des DFB-Pokals in den Weg. In der zweiten Partie erwartet die FT Braunschweig den Regionalligisten VfB Oldenburg.

„Wir hätten alle im Bett bleiben sollen“ – mit dieser verzweifelten Aussage quittierte Schmitz dann auch die katastrophale Leistung seiner Schützlinge beim verdienten 0:2 gegen die weiter verlustpunktfreie FT. Selbst mit zehn Mann dominierten die Defensiv-Künstler aus der Löwenstadt die nach dem 5:1-Pokalcoup gegen Wilhelmshaven noch so euphorisierten Uphuser. Wegen Nachtretens gegen Denis Spitzer hatte Dominik Franke früh Rot gesehen (26.). Das hielt die Walther-Elf aber nicht davon ab, haarsträubende Abwehrfehler des Mitaufsteigers zum 1:0 durch Nico Müller nach feinem Pass von Jan Lührs (33.) und zum 2:0 nach Sedat Yücels Ballverlust durch Philipp Stucki (63.) zu nutzen. „Wir sind von Anfang an nicht in die Zweikämpfe gekommen und die ganze Zeit hinterher gelaufen“, konstatierte der geplättete Spitzer. Dabei suchte der Mittelfeld-Mann in der Belastung durch das Mittwoch-Spiel erst gar keine Entschuldigung: „Es war eine reine Einstellungsfrage, wir haben es einfach nicht geschafft, das Wilhelmshaven-Match abzuhaken.“

Dass seine Elf Kampfgeist und absoluten Siegeswillen vermissen ließ, enttäuschte Schmitz maßlos: „Wir hätten noch eine Stunde spielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Es hat keiner ein Zeichen gesetzt, wir haben nur Parade gestanden. Da wird deutlich drüber zu reden sein. Zumal ich ja nur sechs Leute vom Mittwoch aufgestellt habe.“ Und den TBU-Kickern steht eine ungemütliche Woche bevor: „Nach der Dienstag-Einheit wird sich jeder so fühlen wie es nach dem heutigen Spiel hätte sein müssen…“

Gegen die dicht gestaffelten Gäste um die Dreierkette, hinter der Marvin Fricke als Libero absicherte, fanden die Platzherren überhaupt keine Mittel. Meist wurde der Ball entweder planlos in den Strafraum geflankt oder aber der Weg durch die Mitte gesucht. Das Spiel über die Außen vernachlässigten die Uphuser völlig. So sprang vor der Pause nur eine halbwegs brauchbare Chance heraus, als Yücel die flache Hereingabe von Philip Schönewolf einen Meter vor der Linie knapp verpasste (34.).

Nach dem Wechsel versuchte wenigstens Innenverteidiger Mateusz Peek, Struktur ins Spiel zu bringen und leitete die Angriffe ein. Kam es dann mal zu Möglichkeiten, versiebten die Blauhemden fahrlässig: Thomas Celik drosch die Kugel aus sechs Metern über den Kasten (48.), Schönewolf brachte dieses Kunststück nach feiner Ablage von Saimir Dikollari sogar aus vier Metern fertig (79.). Insgesamt zeigten die bisherigen Remis-Spezialisten gegen zehn Braunschweiger viel zu wenig und schlichen somit zurecht ohne Ertrag vom Feld.

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