Regionalliga-Volleyballer zeigen im Hit gegen Lüneburg II Nerven – 1:3

Badens „Young Guns“ schießen mit Platzpatronen

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Artem Tscherwinski (17) und Ole Seuberlich (9) erreichten Sonntag ansatzweise noch Normalform und sorgten dafür, dass der TV Baden zumindest einen Satz gewinnen konnte.

Baden - Von Frank von Staden. Alles war angerichtet zu einem echten Shoot out in der Volleyball-Regionalliga, wo in der Lahofhalle die „Young Guns“ des TV Baden als Spitzenreiter den ärgsten Verfolger SVG Lüneburg II zu Gast hatten. Letztlich aber konnte der Primus die rappelvolle Halle nur sehr bedingt zum Kochen bringen, schossen die Hausherren doch über weite Strecken nur mit Platzpatronen und unterlagen am Ende deutlich mit 1:3.

Klar, dass nach dem Matchball der Gäste, die diese Partie absolut zurecht zu ihren Gunsten mit einem 25:20, 25:19, 22:25 sowie 25:18 für sich entscheiden konnten, sämtliche Emotionen aus allen Spielern heraustraten. Während die Hausherren eher wie begossene Pudel durch die Halle schlichen, skandierten die Lüneburger im Siegerkreis lautstark „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ – und ließen danach mal gleich die Kronkorken von den mitgebrachten Bierflaschen fliegen. Letztlich grämen ob der Niederlage musste sich die blutjunge Truppe von Coach Peter-Michael Sagajewski aber nicht. Immerhin verlor sie gegen ein Team, das mit einigen ehemaligen Bundesligaspielern gespickt war, „und das von der Vereinsführung den klaren Auftrag erhalten hat, aufzusteigen“, wusste da der Badener Übungsleiter, der natürlich auch gleich Erklärungen parat hatte, warum seine Mannen nur sporadisch ihre Normalform abrufen konnten: „Über weite Strecken wurde sich nicht an die taktischen Vorgaben gehalten. Zwischendurch lief es zwar mal sehr gut, doch letztlich haben die Jungs einfach den Kopf nicht frei bekommen. Wir haben sicherlich gestrampelt und alles versucht, sind uns allerdings auch oftmals selbst im Weg gestanden. So konnten wir kaum Fahrt aufnehmen, der Gegner hat indes clever auf unsere Fehler gewartet. Und wir haben die Bälle dorthin gespielt, wo er sie erwartet hat!“

Hinzu kam dann auch noch, dass Badens Leader Ole Sagajewski einen rabenschwarzen Tag erwischte. Egal, von wo er seine ansonsten so brandgefährlichen Schüsse abfeuerte – kaum einer war da im Ziel. Das verunsicherte den Trainersohn so stark, dass er oftmals statt eines Schmetterballes lieber einen Leger wählte. Und auf die wussten die Lüneburger messerscharfe Antworten, die stachen. Allerdings: Wie bei Ole Seuberlich, der neben Artem Tscherwinski und Alexander Decker noch ansatzweise die Gäste in Verlegenheit bringen konnte, bekam auch er nur ganz bedingt die Bälle serviert, die er benötigt, um den Hammer auszupacken.

So ließ einzig die gute Vorstellung im dritten Satz die weit über 200 Zuschauer hoffen, „doch letztlich haben wir es dann selbst verbockt, um diese Partie noch zu einem heißen Match zu machen“, sagte Peter-Michael Sagajewski, der das Aufstiegsrennen aber trotz dieser klaren Pleite beileibe noch nicht aufgegeben hat.

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