Trainer rechnen dieses Jahr nicht mit einer Rückkehr in die Halle / „Brauchen Vorbereitung“

Re-Start im Januar: Vereine äußern Skepsis

Tobias Naumann
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Tobias Naumann

Verden/Achim – Während die SG Achim/Baden in dieser Saison bereits zwei Spiele in der Handball-Oberliga absolviert hat, haben andere Ligen aufgrund der Corona-Pandemie noch gar nicht mit dem Spielbetrieb begonnen. Die vom Handball-Verband Niedersachsen (HVN) ins Leben gerufene „Task Force Spielbetrieb“ hat nun aber erste Modelle zur möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs (wie berichtet) vorgestellt.

Demzufolge könnte es bereits am Wochenende des 16./17. Januar wieder losgehen. Für Tobias Naumann jedoch kaum denkbar. „Da bin ich sehr skeptisch, wenn ich mir die aktuellen Zahlen angucke. Sollte die Bundesregierung am Mittwoch beschließen, dass der Lockdown verlängert wird, ist der Termin nicht zu realisieren“, erklärt der Trainer der SG Achim/Baden. „Denn es bedarf schon einer gewissen Zeit der Vorbereitung, da ansonsten die Verletzungsgefahr einfach zu groß wäre.“ Ob die Staffelstärken unverändert bleiben und eine Einfachrunde mit einer Meister- und Abstiegsrunde gespielt wird, oder es eine Neuaufteilung der Oberligisten in drei Staffeln gibt – für Naumann wären beide Varianten denkbar. „Wenn aufgeteilt wird, sollten regionale Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Denn das würde nicht nur Zusatzkosten vermeiden, sondern auch Spielverlegungen deutlich vereinfachen.“

Auch für Lars Müller-Dormann vom Verbandsliga-Aufsteiger TV Oyten ist der Start im Januar derzeit nicht denkbar. „Klar, noch ist der Lockdown offiziell nicht verlängert. Aber es sieht ja alles danach aus. Somit sehe ich uns dieses Jahr auch nicht mehr beim Training in der Halle. Daher wäre ich schon froh, wenn es mit Februar klappen würde“, äußert der TVO-Trainer noch einige Bedenken, wenn er auf die aktuellen Inzidenzzahlen guckt. Wie die neue Saison dann letztlich gespielt wird – Müller-Dormann ist es völlig egal. „Wir haben bis dato ja erst ein Spiel ausgetragen. Daher geht es für uns ohnehin komplett von vorne los. Wir akzeptieren beide Lösungen und freuen uns einfach nur, wenn wir wieder in die Halle dürfen.“

Sascha Kunze schlägt in die gleiche Kerbe und bevorzugt ebenfalls den Februar. Denn auch der Trainer des Landesligisten HSG Verden-Aller rechnet nicht mit einer Rückkehr in die Halle noch in diesem Jahr. „Aber ich finde es toll, dass sich alle Vereine äußern können und wir dadurch in die Entscheidung mit einbezogen werden. Eine Aufteilung der Ligen in kleine regionsnahe Staffeln wäre super“, so Kunze. „Die Hauptsache ist doch, dass wir irgendwann, sofern es die Inzidenzzahlen zulassen, wieder in die Halle können. Und sollte es dann ohne Zuschauer sein – dann ist das eben so. Das könnte auch einiges vereinfachen“, verweist der Trainer des Landesligisten unter anderem auf die zu leistenden umfangreichen Hygienekonzepte der jeweiligen Vereine. „Letztlich müssen wir aber abwarten, was dann passiert und entschieden wird. Daher bleibt uns allen nicht viel mehr, als Daumen drücken, dass wir es hoffentlich hinbekommen!“

In der Landesliga der Frauen ist der mögliche Start bereits für Februar terminiert. Doch selbst das stellt Timo Lütje noch infrage. „Entscheidend ist doch, ob die Zahlen runtergehen. Und das sehe ich derzeit einfach noch nicht. Natürlich ist die aktuelle Situation alles andere als toll. Aber es geht nun einmal nicht anders“, erklärt der Trainer des TSV Morsum. „Ob wir dann am Ende eine komplette Saison spielen – für mich wäre es ok. Ich könnte aber auch damit leben, wenn es nur eine Hinrunde gibt.“

Von Kai Caspers

Sascha Kunze
Ob Marvin Pfeiffer (r.) mit Achim/Baden schon im Januar wieder im Einsatz ist, erscheint äußerst fraglich.

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