Im Rausch der puren Leidenschaft

Oberliga-Handballer der SG Achim/Baden liefern Krimi gegen Habenhausen ab – 25:24

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Achim/Badens Joost Windßus erzielt in dieser Szene einen seiner drei Tore gegen Habenhausen.

Achim - Die Oberliga-Handballer der SG Achim/Baden schreiben weiter fleißig an ihrer Erfolgsgeschichte im Abstiegskampf. So lieferten die Mannen von Coach Tobias Naumann auch im Derby gegen den Tabellenzweiten ATSV Habenhausen über weite Strecken ein tadelloses Spiel voller Leidenschaft ab, beförderten sich teilweise in einen wahren Rausch, sodass die meisten Zuschauer in einer vollen Achimer Gymnasiumhalle nach dem 25:24 (13:7)-Überraschungserfolg später von der besten Saisonleistung der SG sprachen.

In der Schlussphase allerdings entwickelte sich ein wahrer Krimi, der die Halle fast zum Explodieren brachte. Denn in der schien den Hausherren, die die Gäste zuvor 50 Minuten lang aus einer disziplinierten Grundordnung und mit aggressivem Anlaufen aus einer stark arbeitenden und massierten Deckung fast zur Verzweiflung trieben, doch etwas die Puste auszugehen. Dabei ordnete Habenhausens Coach Matthias Ruckh, der später schimpfte wie ein Rohrspatz und kaum gute Haare an den sehr jungen Unparteiischen ließ, in Überzahl erst eine 3:2:1- und 180 Sekunden vor dem Abpfiff bei 22:25 aus Bremer Sicht eine offene Manndeckung an. So schmolz ein Sieben-Tore-Vorsprung der SG aus der 49. Minute (22:15) immer mehr zusammen, hatten die Hanseaten 45 Sekunden vor Abpfiff den 24:25-Anschluss geschafft. Und sie schickten sich danach gar an, den Ausgleich zu erzielen, nachdem die Hausherren das Leder erneut nicht zum entscheidenden Treffer im ATSV-Gehäuse unterbringen konnten. Und dann überschlugen sich die Ereignisse, die nicht nur die Zuschauer, sondern vor allem Ruckh zum Kochen brachten. Im Kampf um den Ball am SG-Kreis wurde hart gearbeitet, gerauft und vehement gestoßen. Die Schiedsrichter Gregor und Robert Bravi zeigten in dem Zusammenhang Bremens Schluroff die Rote Karte, vergaßen dabei aber auch Achims Jannis Jacobsen Rot und auf den Siebenmeter-Punkt zu zeigen, als dieser den Ball per Fuß aus der Gefahrenzone beförderte, um Zeit von der Uhr laufen zu lassen. Letztlich schafften es die Favoriten dann nicht mehr, den noch ausstehenden Freiwurf unterzubringen.

Ruckh: „Sicher waren wir lange scheiße in diesem Spiel, haben nicht das abrufen können, was wir drauf haben. Doch die Schiris waren diesem Spiel nicht gewachsen, haben dann völlig den Durchblick verloren und uns benachteiligt. Denn nach Jacobsens Aktion hätte es Siebenmeter geben müssen . . . müssen! Deshalb werde ich Einspruch gegen dieses Spiel einlegen. Auch wenn ich weiß, dass es wohl nur wenig Sinn machen wird.“

Ganz anders natürlich die Gemütslage bei Tobias Naumann, dem nach Spielschluss große Schweißperlen auf der Stirn standen: „Wir haben es lange überragend gemacht. Wir hatten in Martin Dybol einen starken Rückhalt, waren in vielen Dingen ja fast schon fehlerfrei. Man sieht, dass es immer besser bei uns läuft. Am Ende wurde es noch einmal zu einer Abwehrschlacht für uns. Doch ich denke, der Sieg geht so in Ordnung. Nach acht Spielen unkten viele Kritiker schon Böses über uns. Doch wir sind nicht erst seit jetzt auf einem guten Weg!“

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