Bassens „neuer“ Fußball-Keeper will die beiden Oberliga-Jahre aber nicht missen

Rathjen: Die Reservebank wurde ihm am Ende zu hart

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Ein Grund, warum Keeper Christian Rathjen den TSV Ottersberg wieder verlässt, sind die zahlreichen Stunden auf der Ersatzbank.

Ottersberg - Von Frank von StadenZwei Jahre hielt es Christian Rathjen als zweiter Mann hinter Ottersbergs Torwart-Ikone Tim Eggert aus. Länger als all seine Vorgänger, die schon meist nach einer Saison oder gar früher das Handtuch warfen. Doch am Ende wurde dann auch dem 28-Jährigen Oytener die Reservebank einfach zu hart (wir berichteten).

Was aber nicht heißt, dass Rathjen den Fußball-Oberligisten im Frust oder gar Zorn zurück Richtung TSV Bassen verlässt. „Nein, ich bereue nichts. Ich habe unglaublich viel gelernt und viel erlebt. Oberliga-Fußball ist schon eine geile Sache. Wer jemals ein Angebot erhalten sollte, dem rate ich es auch anzunehmen. Egal ob am Ende ein Stammplatz herausspringt oder nicht!“

Im Sommer 2011 wagte der fast fertige BWL-Student den Sprung aus der Bezirksliga ins kalte Wasser. „Ich hatte mir dabei nichts vorgenommen, wollte sehen was geht, was anders als in Bassen ist.“ Schneller als erwartet erhielt er dann aber seine erste Oberliga-Feuertaufe, als sich Eggert am fünften Spieltag vor dem Heimspiel gegen den RSV Göttingen 05 an der Hand beim Warmmachen verletzte und Trainer Axel Sammrey sofort auf Rathjen zeigte. Der Ersatzmann machte seine Sache mehr als gut, die Wümme-Elf gewann mit 1:0. Es folgte ein Sieg in Rotenburg mit einem überragenden Rathjen und dann die dritte Partie in Folge beim Lüneburger SK. Dort aber zog sich „CR“ einen Anriss der Oberschenkelsehne zu. „Ich hab’s dann zwar noch eine Woche drauf gegen Rehden versucht, doch es ging einfach nicht“, erinnert sich der 28-Jährige noch heute genau. Am Ende der Saison kam er auf insgesamt zehn Einsätze, in der abgelaufenen Serie waren es dann nur noch fünf. „Deshalb habe ich mich auch entschlossen nach Bassen zurückzukehren. Denn noch eine Saison auf der Bank wäre verschwendete Zeit gewesen.“ Zwar klopften auch andere, höherklassige Clubs bei Rathjen, der neben dem demnächst endenden Studium halbtags in der Verwaltung des familieneigenen Seniorenheims arbeitet, an, „doch Bassen ist eben Bassen. Da stimmt einfach das Gesamtpaket. Eine unglaubliche Kameradschaft – und die sportliche Perspektive ist ja auch gegeben“, schwärmt der Blondschopf, der ab Juli dann den Konkurrenzkampf mit Bassens derzeitigem Stammkeeper André Schwarmann sowie auch Tim Stelling aufnehmen wird. Seine Ziele für die sportliche Zukunft hat Christian Rathjen dabei klar gesteckt: „Ich will nach zwei Jahren wieder die Nummer eins werden. Und mit dem TSV Bassen 2014 im Jahr des 100-jährigen Bestehens in die Landesliga aufsteigen – wenn die Mannschaft es denn nicht schon jetzt über die Relegation schaffen sollte!“

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