Am Rande des Altherrensupercups: DM mit zehn Teams würde alles ändern

Gehrke & Co. bangen um „ihr“ Event

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Friedel Gehrke

Oyten - Wie geht es nach zehn Jahren mit dem Deutschen Altherren-Supercup (DAHSC) Ü32 weiter? Bekommt der Wettbewerb vom DFB den offiziellen Charakter einer Deutschen Meisterschaft? Und welche Folgen hat das für dieses Event? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Gedanken, die Wettbewerbsleiter Friedel Gehrke aus Achim, der den DAHSC mit aus der Taufe gehoben hat, anlässlich des Jubiläums in Oyten umtreiben.

Als der 1. DAHSCÜ32 in Hofheim-Marxheim und Frankfurt-Schwanheim im Jahr 2006 angekündigt wurde, stand in der Pressemitteilung: „Direkt vor den Toren des DFB vollzieht sich eine offensichtlich nicht mehr aufzuhaltende Entwicklung im deutschen Altherrenfußball der Altersklasse ab 32 Jahre.“ Helmut Wagner, SG Höchst Classique, der in Gehrke einen ebenfalls von dieser Idee Infizierten kennen gelernt hatte, wollte einen Anschub leisten in Richtung Einführung einer offiziellen Deutschen Meisterschaft: „Wir sehen uns als Pioniere des Deutschen AH-Fußballes!“

Seither gaben die Verantwortlichen der 1. Stunde – neben Wagner und Gehrke zählen auch die Achimer Helmut Königstein und Klaus Oehlers dazu – dem Event einen immer größeren Rahmen. Auslosungen wurden von Prominenten wie Max Lorenz, Wolfgang Weber, Hans Siemensmeyer, Edgar Schmitt, Andrea Berg und zuletzt Peter Gagelmann durchgeführt.

Von Anfang an stand der karitative Ansatz immer mit im Blickpunkt. In den bisherigen neun Turnieren spendeten Teams und Ausrichtervereine zusammen 57156,29 Euro. In Oyten kommen aller Voraussicht nach weitere 11000 Euro hinzu. Auch gehörten die so genannten dritten Halbzeiten, die großen Partys, zum wichtigen Anliegen der Ü32-Fußballer aus allen 21 Landesverbänden. Diese drei Komponenten – sportlicher Anreiz, karikativer Zweck und das Miteinander – ließen den AH-Supercup zu einem grandiosen Erfolg und eine „große Familie“ werden. Mittlerweile bringen die 60 Teams über 2000 Personen an den Veranstaltungsort und machen den DAHSC auch zu einem kleinen Wirtschaftsfaktor.

Ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr steht der Deutsche AH-Supercup Ü 32 möglicherweise vor einer gravierenden Änderung. Der DFB tut sich schwer mit der 1:1-Übernahme zu einer Deutschen Ü32-Meisterschaft. Ihm schweben eher Titelkämpfe analog des DFB-Ü40-Cups und DFB-Ü50-Cups in Berlin vor, also nur mit maximal zehn Mannschaften (je zwei pro Regionalverband). Zwangsläufig würde auch der Turnierabschluss nicht mehr in Form eines großen Events stattfinden. Zudem müssten die bereits feststehenden Ausrichtervereine der Endrunden 2016 bis 2020 ihre diesbezüglichen Ambitionen wie Seifenblasen zerplatzen lassen. Die Wettbewerbsleitung und das Orgateam in Oyten sehen durch diese eventuell geplanten rigorosen Änderungen ihre zehnjährige Vorfeldarbeit als dann nicht anerkannt und werden sich deshalb weiterhin für eine Deutsche Ü32-Meisterschaft analog des DAHSCÜ32 einsetzen.

Eine Umfrageaktion unter den 60 Endrundenteams in Oyten erbrachte für Gehrke und Co. ein mehr als bestätigendes Ergebnis für ihr Ziel, beim DFB eine Deutsche Ü32-Meisterschaft mit 32 Teams zu erreichen: 85 Prozent wünschen eine Deutsche Ü32-Meisterschaft mit 32 Mannschaften. 71,7 Prozent sind für die bisherige Form der dezentralen Ausrichtung statt einer zentralen in Berlin.

Die Reduzierung des Teilnehmerfeldes auf zehn Teams würde mit einem Schlag die Bemühungen der DAHSC-Verantwortlichen zunichte machen. Auf einer DFB-Tagung am nächsten Freitag in Duisburg soll die endgültige Entscheidung getroffen werden. Friedel Gehrke hofft auf eine Beibehaltung der bisherigen Form und hofft: „Am 19. Mai konnte ich beim DFB im zuständigen Ausschuss Freizeit- und Breitensport den Deutschen AH-Supercup vorstellen.“ Anwesend waren auch DFB-Vize Rainer Milkoreit und Ausschussvorsitzender Klaus Jahn, der sich am Sonnabend vor Ort in Oyten bei den Endspielen selbst ein Bild machen will.

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