Achimer fällt bei Ötztaler Radmarathon Schaltwerk ab

Radsportler Böhm: Panne verhagelt Rekord

Nur eine Panne verhagelte ihm den Rekord: Der Achimer Marec Böhm beim Ötztaler Radmarathon.

Achim - Von Björn Lakemann. Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Diese Erfahrung machte Marec Böhm bei seiner zehnten Teilnahme am Ötztaler Radmarathon. „Nach guter Vorbereitung war ich auf dem Weg zu einer neuen Bestzeit. Doch etwa 30 Kilometer vorm Ziel ist mir mein Schaltwerk abgefallen und ich musste acht Kilometer zu Fuß bewältigen“, schildert der Achimer. Der erste Servicewagen fuhr vorbei, erst der zweite half ihm aus der Patsche und nach der Reparatur konnte der 47-Jährige nur noch auf einem Ritzel fahren: „Das war sicher ein echtes Handicap.“

Aufgrund des Fußmarsches holte sich der Ausdauerathlet eine riesige Blase am Fuß und kam nach 10:53 Stunden im Anschluss an die Bewältigung der höchsten Erhebung, dem Timmelsjoch auf 2. 509 Metern, ins Ziel. „Angesichts des Handicaps ist diese Zeit mehr als in Ordnung“, schmunzelte Böhm, der die lange Renndistanz inklusive der Mega-Steigungen immerhin mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20,2 km/h schaffte. „Meine maximale Geschwindigkeit waren allerdings 107 Sachen, als wir wir vom Kühtai runter fuhren“, schildert Böhm seine Rennerlebnisse. Und alles mit einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 144 Schlägen pro Minute, die sich im Maximum auf 172 steigerte.

Unter 5 .000 Teilnehmern bei einem der schwersten Radrennen der Welt schickte sich der Achimer Extremsportler an, seine bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2008 von 9:30 Stunden zu unterbieten. Die Pässe Kühtai, Jauchenpass, Brennerpass meisterte der Weserstädter in der Kategorie Männer/Uomini Master 1 bestens und machte auch bei den Bergzeitfahren mit Startnummer 1. 037 eine gute Figur. Wie gehabt trat er fürs Team Alpecin in die Pedale – und Vater Marko war als Betreuer unersetzlich.

Das Duo aus dem Kreis Verden konnte erst kurzfristig anreisen. Dennoch fand sich Böhm bei diesem „krassen Ding“ bestens zurecht. Zum ersten Mal stimmte auch das Wetter bei guten 30 Grad und bestem Sonnenschein. „Das mag ich gerne, wenn das Schwitzwasser aus den Poren rinnt“, gab der Achimer mit einem Augenzwinkern zu verstehen. In den nächsten beiden Jahren verpasst Marec Böhm den Ötztaler wegen wichtiger Ereignisse. Stattdessen plant der umtriebige 47-Jährige beim Novo Colii (Italien) im Mai mitzufahren. Zudem will er den Riderman, eine Drei-Etappen-Fahrt im Schwarzwald, absolvieren. Ein Lebenziel liegt allerdings noch in weiter Ferne: „Mein Vater hat eine Woche vor seinem 70. Geburtstag nochmal den Ötztaler bewältigt. Das ist auch ein Traum von mir.“

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