Radpolo-Bundesligist RV Etelsen holt nur zwei Punkte / Klassenerhalt gefährdet

Müller: „Kraft fehlt einfach“

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Müssen nach nur zwei Punkten bangen: Etelsens Sabine (r.) und Anika Müller.

Etelsen - Von Björn Lakemann. Nach einer mageren Ausbeute von nur zwei Zähler schwebt Radpolo-Bundesligist RV Etelsen bei einem ausstehenden Spieltag noch in Abstiegsgefahr. Allerdings hat das Gespann Sabine Müller/Anika Müller vor dem Abschluss in Frellstedt alles noch in eigener Hand. Beim Heimspieltag flutschte es nicht so recht und Spielertrainerin Sabine Müller merkte an: „Bei uns ist das ein reine Konditionsfrage. Bei nachlassender Konzentration häufen sich dann die Fehler. Die Kraft fehlt einfach.“

Dabei hatte der ehemalige Trainer Heiner Abbetmeyer hinter dem Tor Platz genommen. „Zack, und schon bist du den Trainerjob los“, schmunzelte Sabines Mann Udo auf Nachfrage. Die Auftaktpartie gegen Frellstedt II ließ sich im ersten Abschnitt durchaus sehen. Lohn war ein 3:1, doch nach dem 3:3 (10.) brachte das gebrochene Sportgerät von Anika Müller das Heimteam aus dem Konzept. Die Patzer häuften sich und die Gäste fuhren ein 8:4 nach Hause. „Vorne haben wir einfach zu viele Fehler gemacht und das hätte im Leben nicht sein müssen“, ärgerte sich eine total abgekämpfte Sabine Müller, die in der Folge erstmal frische Luft schnappen musste.

Was folgte, war das wohl beste Tagesspiel gegen Kostheim, das die DM-Teilnahme fast schon gebucht hat. Ein wenig Glück stand dem Müller-Doppelpack dabei aber auch zur Seite. Mit einer tollen Parade fischte Anika Müller in der Schlusssekunde einen Viermeter, so dass die Partie 2:2 endete. Spielertrainerin Müller: „Das war richtig Arbeit.“ In der sehr warmen Halle in Cluvenhagen stand gegen den arg abstiegsgefährdeten RSV Seeheim ein Schlüsselspiel bevor. Doch für den zehnmaligen Deutsche Meister Etelsen lief es nicht und Folge war das 4:6. „Für uns hat der Klassenerhalt oberste Priorität. Wir agieren viel zu nachlässig“, so Abbetmeyer in seiner Manöverkritik. Jetzt hieß es völlige Fokussierung auf den letzten Tagesauftritt gegen den Tabellennachbarn aus Stein. Zwar ging das Team aus Bayern 1:0 in Front, doch dann diktierten Müller/Müller den Takt. Und holten sich beim 5:3 (10.) nach dem Gewaltschuss von Linkshänderin Anika den Lohn ab. Doch das reichte nicht. Stein glich in der 13. Minute aus und hatte unmittelbar vor dem Ende noch einen Matchball. Doch erneut erwies sich Anika Müller als prima Keeperin und hielt den nächsten Viermeter von Saskia Vogel, die von Seeheim ausgeliehen ist. „Wir wollten unbedingt drei Punkte, doch mir fehlte einfach die Traute.“ Kehrt die zurück, ist am letzten Spieltag aber die Hoffnung auf den Klassenerhalt groß.

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