Prcani tragischer Held gegen Uelzen: 1:0-Siegtor erzielt, dann schwer verletzt

Sammreys Experiment: Dreierkette und „Fohlen-Elf“

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Und wieder geht es heiß her im Ottersberger Strafraum. Doch mit vereinten Kräften kann auch diese Szene gemeistert werden.

Ottersberg - Von Frank von Staden. Aus der Personalnot eine Tugend gemacht, voll auf die Jugend gesetzt und den Gegner dann auch noch mit einer erstmals praktizierten Dreierkette überrascht: Ottersbergs Oberliga-Coach Axel Sammrey zeigte sich gestern Nachmittag von seiner experimentierfreudigen Seite im Heimspiel gegen Aufsteiger SV Teutonia Uelzen und wurde dafür am Ende mit einem 1:0 (1:0)-Erfolg belohnt, auch wenn dieser am Ende mehr als glücklich war.

Tragischer Held war in dieser Partie ohne Zweifel Egzon Prcani. So erzielte Ottersbergs einziger echter Mittelstürmer – neben den beiden Verteidigern Lars Hamelmann und Dominik Rosenbrock sowie dem pfeilschnellen Nicklas Falldorf einer von gleich vier aufgebotenen „Fohlen“ in der Start-Elf – zwar das viel umjubelte Siegtor für die Grün-Weißen nach 34 Minuten und feiner Vorarbeit von Jonathan Schmude, doch dann verletzte er sich bei einem Zweikampf so schwer am Knie, dass er gestern Abend den Heimweg nur noch mit Gehhilfen antreten konnte. „Ich bin unglaublich stolz auf meine Youngster. Sie haben alle ein tolles Spiel abgeliefert. Egzons Verletzung wiegt natürlich schwer, zumal wir jetzt vorne das nächste Problem haben“, so Sammrey, der dann auch schnell unumwunden zugab, dass es ein dreckiger Dreier war, den die Hausherren da einfahren konnten. „Denn wir hätten doch zur Pause schon 6:1 führen müssen“, haderte da später Uelzens Keeper Moritz Niebuhr ob der fürwahr kläglichen Chancenverwertung seiner Vorderleute. Vor allem Gregor Trowitzsch lieferte sich im ersten Durchgang fast ein Privatduell mit Ottersbergs Keeper Tim Eggert, der zum Turm in der Schlacht avancierte. „Viermal steht er blank, viermal bringt er das Ding nicht unter“, winkte Niebuhr da ab. Und auch sein Coach Torben Tutas war nicht gerade gut auf seine Feldspieler zu sprechen: „Führen wir, nimmt das Spiel einen völlig anderen Verlauf. Ja, ich bin sehr enttäuscht von den Jungs!“

Enttäuscht war allerdings auch Sammrey von seinem Routinier Johannes Ibelherr, der seinen Team in einer hektischen zweiten Hälfte, in der der Unparteiische Björn Maertens oft eine unglückliche Figur mit seinen Entscheidungen abgab, einen Bärendienst, als er sich gegen Trowitzsch zu einer Schubserei hinreißen ließ (78.). Der Uelzener ging dabei theatralisch zu Boden, Ibelherr sah Rot. „Der hat das genau so gewollt, ist auf mich zugestürmt und hat dann eine eingebaute Rolle rückwärts aufs Parkett gelegt“, versuchte sich der Defensiv-Spezi zu verteidigen. Allerdings: Auch diese numerische Überzahl wussten die Teutonen nicht zu nutzen, griffen immer wieder planlos an und rannten so gar noch in zwei gefährliche Konter, die aber die beiden eingewechselten Shakirov (86.) und auch der allein vor Niebuhr stehende Thüroff (88.) nicht zu nutzen wussten.

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