Ponyschecke besonderer Rückhalt für die Zwölfjährige / In Bremen verabschiedet

Baschano – mehr als nur ein Pferd für Maja Schnakenberg

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Maja Schnakenberg und ihr Ponyschecke Baschano wurden von Ronald Donn und Klaus Martin verabschiedet.

Verden - Die Beziehung zwischen Reiter und Pferd – sie ist sicher immer etwas Besonderes. Im Fall der zwölfjährigen Maja Schnakenberg und ihrem 20 Jahre alten Ponyschecken Baschano geht es jedoch weit über das Sportliche hinaus, denn Baschano wurde in Schnakenbergs schweren und harten Zeiten zu einem ganz intensiven Halt – zu einem treuen Begleiter.

Auf einem Hausturnier der RG Schimmelhof in Bremen wurde Baschano aus dem Turniersport verabschiedet und darf sich jetzt auf sein „Rentnerdasein“ in Barnstedt in der Gemeinde Dörverden freuen. Im Beisein von Ronald Donn, Vorsitzender der RG Schimmelhof, hielt Klaus Martin, der in Pferdekreisen hauptsächlich als Sprecher auf vielen Turnieren bekannt ist, die „Abschiedsrede“ für Baschano. 2008 hatten die Eltern Heike und Harm Schnakenberg den Ponyschecken Baschano in Bayern gekauft. Tochter Maja war damals gerade fünf Jahre alt. Im gleichen Jahr trat sie erstmals mit dem damals 13-jährigen Wallach auf Turnieren in der Führzügelklasse an. Das Reittraining zu Hause wurde aber problematisch, weil Baschano Maja immer wieder abwarf. So dauerte es ein ganzes Jahr, bis sich beide zusammengerauft hatten. Es gab aber ein weiteres Problem, denn Baschano hatte seinen eigenen Kopf und wollte einfach nicht in einer Abteilung gehen. Deswegen setzte Maja Schnakenberg ihre reiterliche Entwicklung nach der Führzügelklasse mit sieben Jahren gleich in der E-Dressur fort.

Mit acht Jahren ritt sie schon A-Dressuren und mit zehn Jahren L-Dressuren. Im Springen war sie mit Baschano während dieser Zeit ebenfalls erfolgreich. Auch für das Finale im „Vogeley-Cup“ hatte sich das Duo qualifiziert, konnten aber nicht teilnehmen, weil Maja schwer erkrankt war. Bei einer Untersuchung wurde bei ihr Leukämie festgestellt. Vom Oktober 2013 bis zum Herbst diesen Jahres dauerte die intensive Behandlung der tückischen Krankheit. Seit drei Wochen muss sie nun keine Tabletten mehr nehmen. Insgesamt 20 Chemotherapien musste Maja neben vielen Tagen im Krankenhaus überstehen. Die behandelnden Ärzte hatten ihr zeitweise auch das Reiten verboten. In dieser Zeit übernahm ihr Schecke Baschano wie selbstverständlich die Rolle des Therapeuten. Immer wenn es Maja schlecht ging, und das war nicht selten, saß sie bei ihm

Orange Blue M als

Nachfolger gefunden

in der Pferdebox und Baschano war immer geduldig und einfach nur für sie da. Der Wallach schien mitzufühlen, dass es seiner jungen Reiterin oft nicht gut ging. In diesem Jahr konnte Maja aber schon wieder erste Erfolge vorweisen. So qualifizierte sie sich erneut für das Finale im Vogeley-Cup und erhielt auch aus Warendorf eine Einladung zur Sichtung für das Bundeschampionat der Ponyreiter. Die Qualifikation für die „Jugend-Challenge“ am kommenden Wochenende in Verden war aber nicht zu schaffen, denn Baschano konnte gegen die meist größeren Ponys nicht mithalten.

Jetzt geht der treue Wallach also auf das verdiente Altenteil. Maja Schnakenberg hat inzwischen in dem sechsjährigen braunen Wallach Orange Blue M einen Nachfolger gefunden. Orange Blue M ist zwar kein Pony, aber ein Großpferd mit viel Talent und Potenzial. Die ersten Siege in der Dressur und im Springen hat das Duo schon eingefahren. Das Wichtigste ist aber, dass Maja Schnakenberg wieder richtig gesund ist und immer so fit bleibt, wie sie sich beim Abschied von Baschano in Bremen präsentierte. Übrigens siegten Baschano und Schnakenberg bei ihrem letzten Turnierauftritt in der A-Dressur mit der Wertnote 7,4 und im Stilspringen mit der Wertnote 7,8. Besser hätte der Abschied für das Duo an diesem Novembertag gar nicht laufen können, auch wenn der kleine Schecke im nächsten Jahr auf den hiesigen Turnieren stark vermisst werden wird.

jho

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