Dörverden: Für Rest der Saison / Göhner wird „Co“/ Kuhlemann: „Guter Draht“

Pohlner als Spielertrainer

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Den Blick nach oben gerichtet: Nils Pohlner will mit Dörverden als Spielertrainer schnell nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Dörverden - Von Ulf von der EltzDer neue Coach liegt praktisch als Geschenk unterm Weihnachtsbaum: Noch vor dem Fest präsentiert der TSV Dörverden den Moritz-Nachfolger – Nils Pohlner fungiert für den Rest der Saison in der Fußball-Bezirksliga als Spielertrainer. Darüber hinaus kehrt Sebastian Göhner vom TSV Hassel zurück und wird Co-Trainer.

„Nils hat einen guten Draht zum Team, besitzt den Trainerschein und ist aus unserer Sicht eine prima Lösung“, erklärte Markus Kuhlemann gestern auf Nachfrage. Der Spartenleiter unterstreicht aber, warum das Engagement zunächst auf ein halbes Jahr begrenzt wurde: „Wir testen, wie es passt. Im April oder Mai sehen wir dann, ob eine längerfristige Zusammenarbeit erfolgversprechend ist.“

Wichtig sei dabei, dass die Grün-Weißen nach zuletzt passablen Ergebnissen auch gut aus der Winterpause kommen: „Die Truppe hat sich zusammen gerauft, hat zwar in Sebastian Lampmann einen Leistungsträger verloren, ist aber eingespielt. Bei perfektem Start können wir sogar auf Platz sechs oder sieben schielen.“

Etwas defensiver geht Pohlner selbst die Zielsetzung an: „Es wäre schön, wenn alle Verletzten wieder dabei sind. Dann wollen wir so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben und auf einem Mittelplatz landen.“ Dem 32-Jährigen ist auch klar, wo er den Hebel ansetzt: „Wir haben zu viele Gegentore kassiert, da muss das komplette Team defensiv besser arbeiten. Vorne besitzen wir genug Potenzial, dürfen uns jedoch nicht nur darauf verlassen.“ Als Abwehrrecke weiß der Kaufmann im Groß- und Einzelhandel natürlich, welche Bedeutung der Arbeit nach hinten zukommt.

Voraussetzung für sein Ja-Wort war, dass Pohlner weiterhin selbst auf dem Feld mitwirkt – „so lange ich der Mannschaft dort helfen kann. Ich weiß um die Problematik eines Spielertrainers. Daher tausche ich mich regelmäßig mit meinem Co, der übrigens seinen Pass mitbringt, und dem Mannschaftsrat aus. Von draußen sieht manches ja anders aus als auf dem Platz. Ich denke, dass wir das hier familiär lösen können.“

Seine Lizenz als Trainer in C-Leistungssport erwarb der

„Wir haben zu viele

Gegentore kassiert“

Dörverdener Mitte vergangenen Jahres: „Für mich war klar, dass ich Coach werden will. Daher bin ich auch im Sommer 2011 aus Rotenburg zurück gekommen.“ Dass es mit dem anvisierten B-Schein bisher noch nichts wurde, sei dem einkehrenden Alltag geschuldet. Nun also der Trainer-Einstand beim Heimatverein, in dem der Defensiv-Kicker seine komplette Jugendzeit verbracht hatte. 2003 war er zum ASC Nienburg gewechselt, 2006 zum Brinkumer SV und 2009 zum Rotenburger SV.

Dass Pohlner in diesen Clubs höherklassige Erfahrung bis hin zur Oberliga sammelte, befeuerte die Bemühungen der Führungsriege. Kuhlemann: „Das verleiht natürlich einen großen Kredit.“ Apropos Führungsriege: Aus der verabschiedet sich der bisherige stellvertretende Spartenleiter Lars Austermann aus beruflichen Gründen.

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