Dörverden gestern beim 1:5 gegen Wallhöfen überfordert / Kohlwey gelingt Ehrentreffer / „Einsatz hat gestimmt“

Pohlner hadert: 50 Prozent der Gegentore selber geschossen

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In dieser Szene der ersten Halbzeit klärte Dörverdens Spielertrainer Nils Pohlner (links) gegen Johann Boger (Mitte) und Beris Gerschkowitsch – ansonsten dominierte Wallhöfen. ·

Dörverden - Von Ulf von der EltzSo eine schwarze Halbzeit hat Fußball-Bezirksligist TSV Dörverden lange nicht mehr erlebt. Gleich 0:4 lagen die Grün-Weißen gestern gegen den TSV Wallhöfen im Rückstand – am Ende unterlagen sie „nur“ mit 1:5 und konnten den Lauf des Tabellenzweiten nicht stoppen.

„Klar haben die Gäste verdient gewonnen“, zeigte sich Nils Pohlner als fairer Verlierer. Der Spielertrainer haderte aber mit der Leistung seiner Elf: „Wir haben ja 50 Prozent der Gegentore selber geschossen und im Aufbau viel zu viele Fehler produziert.“

Das Dilemma fing in der elften Minute an: Tobias Prigge durfte den Ball im Strafraum freistehend aufs Tor bugsieren, Keeper Simon Bogutzky kam zwar noch mit den Händen ran, konnte aber das 0:1 nicht verhindern. Die Schwarz-Weißen nahmen das Heft in die Hand und schnürten die Platzherren teilweise ein. Dabei nutzten sie die gesamte Breite des Spielfeldes, mit den häufigen Wechseln waren die Dörverdener überfordert. Scheiterte Prigge mit einem Kopfball nach Flanke von Junex-Beduya Stelljes noch an der Latte (19.), hatte Beris Gerschkowitsch wenig später mehr Erfolg: Nachdem Mauro Rosebrock kurz vor der Linie von einem eigenen Mitspieler zu Boden gedrückt worden war, ließ Schiedrichter Kevin Voss weiterlaufen – das anschließende Zuspiel nutzte der Wallhöfer zum 0:2 (23.). Doch damit nicht genug: Nach Ballverlust und feinem Solo von Christoph Haberland kassierte Dörverden das 0:3 durch Prigges Kopfball (26.). Noch vor der Pause erhöhte Stelljes aus spitzem Winkel auf 0:4 (43.), die Platzherren hatten die weite Diagonalflanke nicht unterbinden können (43.). Was den Verlauf am deutlichsten widerspiegelte: Pohlners Elf schoss nicht einmal auf Wallhöfer Tor.

Wenigstens das sollte sich nach dem Kabinengang ändern – wenn auch spät. Nach Klasse-Zuspiel von Klaas Krause setzte Michael Langer die Kugel an den Pfosten (76.). Dann war es jedoch soweit: Ferat Gören schoss einen Freistoß ans Aluminium, der für Dennis Neumann (umgeknickt) eingewechselte Florian Kohlwey staubte aus einem Meter zum 1:4 ab (80.). Den Schlusspunkt setzte aber Wallhöfen: Nico Kulanek traf aus spitzem Winkel mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:5 (82.) – Roman Stamikows Rettungsversuch kam zu spät. So hob Pohlner noch das Positive der zweiten Hälfte hervor: „Trotz der bitteren und einfachen Gegentore haben wir weiter Fußball gespielt anstatt zu bolzen. Und auch der Einsatz hat gestimmt.“

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