SG rutscht wieder auf einen Abstiegsplatz

Podiens Treffer kommt zu spät – 25:26

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Der Aufwärtstrend ist vorerst gestoppt: Im Derby gegen den HC Bremen kassierte Florian Block-Osmers (r.) mit Achim/Baden eine bittere 25:26-Niederlage.

Achim/Baden - Von Björn Lakemann. Die riesige Enttäuschung stand allen Protagonisten des Handball-Oberligisten SG Achim/Baden ins Gesicht geschrieben und die Akteure des HC Bremen tanzten ihr obligatorisches Siegertänzchen. Mit einem 26:25 (12:14)-Auswärtscoup entführten die Hansestädter beide Punkte und stürzten die SG noch tiefer in ihre Depression. Dementsprechend enttäuscht zeigte sich auch Tobias Naumann, der im Vorfeld auf das vierte ungeschlagene Spiel in Folge gehofft hatte.

„Wir können es uns nicht erlauben, dass wir nur auf halber Flamme fahren. Im vergangenen Wettkampf hatten wir eindeutig mehr Temperatur in unserem Spiel. Jetzt gilt es im letzten Spiel des Jahres gegen die TSG Hatten-Sandkrug ein paar Kohlen drauf zu packen“, erklärte der SG-Trainer, dem gegenüber dem jüngsten Coup in Delmenhorst ein paar Prozentpunkte gefehlt haben. Der jetzige Tabellenvorletzte habe keinen Zugriff auf das Spiel gefunden und stehe laut Routinier Florian Block-Osmers weiter mitten im Abstiegskampf. „In der entscheidenden Phase haben wir drei Hochkaräter verworfen und einige falsche Entscheidungen getroffen. Das war ärgerlich, da wir uns mehr erhofft hatten“, so Block-Osmers.

Doch soweit hätte es gar nicht kommen müssen. Im Tor war Arne von Seelen (16 Paraden) von Beginn an wie gewohnt ein bärenstarker Rückhalt und hatte großen Anteil daran, dass die Gastgeber gut in die Partie fanden. Zudem wirkte sich eine Auszeit von Naumann positiv auf das Spiel der SG aus. Denn nach dem 5:6 (13.) brachten seine Korrekturen den gewünschten Erfolg. Unter dem Jubel der knapp 300 Zuschauer gelang Joost Windßuß beim 7:6 (15.) die erste Führung. Und es wurde noch besser. Denn Youngster Hendrik Budelmann erzielte gegen seinen Ex-Verein im Fallen das 13:10 (25.).

Doch nach dem 12:14-Pausenrückstand stabilisierten die Gäste ihre anfällige Deckungsmitte. Zudem lief HC-Keeper Luca Prieß heiß und die Bremer legten durch den sechsfachen Torschützen Lennart Koppe ein 22:20 (50.) vor. Zwar glich Block-Osmers noch aus (23:23, 56.), doch die Wolken-Schützlinge hatten noch Antworten im Köcher. Denn der nächste Treffer von Koppe zum 26:24 (60.) traf die SG mitten ins Mark. Der 25:26-Anschluss von Kevin Podien zehn Sekunden vor dem Ende kam zu spät. „Aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt haben wir hier nicht unverdient die Punkte mitgenommen. Natürlich war unser Keeper Luca Prieß ein Faktor für den Auswärtserfolg“, so der HC-Coach der seinen besserstehenden Deckungsverbund als Schlüssel zum Sieg ausmachte.

SG Achim/Baden: Dybol, von Seelen; Mühlbrandt (1), Jacobsen (1), Podien (2), Zilz (1), Sibahi, Block-Osmers (5/3), Meyer (4), Budelmann (1), Windßuß (2), Schlebusch, Wolters (6), Dreyer (2/1).

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