Bassenerin auf dem Weg nach oben

Dressur-Talent Philine Otten träumt von der EM

Dressur-Talent Philine Otten aus Bassen steht neben ihrem Pony Dr. Best.
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Ein Erfolgsduo: Dressur-Talent Philine Otten startete mit Pony Dr. Best so richtig durch.

Mit dem zweiten Platz beim Bundesnachwuchschampionat erreichte Philine Otten vorerst einen sportlichen Höhepunkt. Das zwölfjährige Talent aus Bassen konnte sich dabei auf ihr Pony Dr. Best verlassen, mit dem sie früh den Weg an die Spitze einschlug. Und die Dressurreiterin aus Leidenschaft träumt schon vor der EM-Teilnahme.

Bassen – Schon von Kindesbeinen an hatte Philine Otten nur eine Leidenschaft – das Dressurreiten. Mit einer großen Portion Talent, Professionalität und Ehrgeiz gesegnet, schaffte die Zwölfjährige mit ihrem gerade erst fünfjährigen Pony Dr. Best den zweiten Platz beim Finale des Bundesnachwuchschampionats in Darmstadt-Kranichstein.

Zum Reiten kam die Schülerin dabei eigentlich über ihre Mutter Dr. Katharina Forner-Otten, die ebenfalls begeisterte Reiterin war und heute in Bassen gemeinsam mit ihrem Mann eine Zahnarztpraxis betreibt. „Ich hatte schon immer Kontakt zu Pferden, richtig angefangen habe ich im Alter von sechs Jahren. Damals habe ich mein erstes eigenes Pony bekommen und begonnen, auf Turnieren zu starten“, erklärt Philine.

Es war Liebe auf den ersten Blick.

Philine Otten über den Beginn der Zusammenarbeit mit Dr. Best

Mit ihren beiden Ponys Dr. Best, der seinen Namen passend zur Berufung des Ehepaares Otten trägt, und Golden Surprise, die seit wenigen Monaten im Stall von Familie Busch-Kuffner in Prinzhöfte stehen, legte Philine dann aber erst so richtig los. Besonders mit dem Palomino Dr. Best, liebevoll „Dati“ genannt, verbindet die junge Reiterin eine ganz besondere Beziehung. Die Familie erwarb den Wallach von Dating (MV Dublin) nämlich schon als Jungpferd im Alter von zwei Jahren aus der Zucht der Hengststation AT Schurf und bildete ihn selbst aus. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, lacht die Schülerin. Einen ähnlichen Werdegang erlebte Golden Surprise, kurz „Schorschi“, der noch als ganz junger Hengst zu den Ottens kam.

Besonders das Alter der beiden Ponys macht die Leistung der Nachwuchsreiterin umso beeindruckender. „Es ist sehr anspruchsvoll, mit einem jungen Pony bei einem Turnier wie dem Bundesnachwuchschampionat zu starten. Aber es macht sehr viel Spaß, ihnen alles beizubringen und zu sehen, wie man gemeinsam besser wird“, so Philine Otten.

Eine große Unterstützung hat Philine neben ihrer Mutter auch in der Familie Busch-Kuffner gefunden. Dort begann eine besonders optimale Vorbereitung, da die Familie durch die eigene Tochter über große Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügt. Silvia Busch-Kuffner und Henry Busch übernahmen das Training des talentierten Trios. Silvias Tochter Antonia Busch-Kuffner ist ein großes Vorbild für Philine, sie holte gerade die Goldmedaille bei der Europameisterschaft der Ponyreiter. „Schon mit acht Jahren hat Philine ihre ersten Reitabzeichen gemacht, sie wollte das alles unbedingt. Wir sind gemeinsam in diese Welt hineingewachsen“, berichtet Dr. Katharina Forner-Otten.

Philine Otten peilt Studium der Zahnmedizin an

Schon in den vergangenen beiden Jahren startete Philine Otten mit den Ponys auch beim Bundeschampionat, wurde im Alter von elf Jahren mit Dr. Best sogar vom Pferdesportverband Westfalen nominiert. In diesem Jahr konnte sie mit Golden Surprise einen eindrucksvollen fünften Platz erreiten. Der Titel der Vizebundesnachwuchschampionesse mit Dr. Best ist bislang aber der größte Erfolg der ambitionierten Reiterin, obwohl ein Start mit ihm eigentlich gar nicht geplant gewesen war. Der Wallach musste ganz kurzfristig für Golden Surprise einspringen. „Der zweite Platz beim Bundesnachwuchschampionat war eine tolle Erfahrung. Besonders am zweiten Tag war ich schon sehr aufgeregt, konnte aber trotzdem eine Wertnote von 8,0 erreichen“, erinnert sich die Schülerin.

Nach dem Schulabschluss möchte die Siebtklässlerin allerdings in die Fußstapfen ihrer Eltern treten und Zahnmedizin studieren. Aber auch im Reitsport verfolgt die junge Reiterin ehrgeizige Ziele. Für Bremen ist sie bereits für den Perspektivkader nominiert und möchte gerne in den Landeskader und später in den Bundeskader aufsteigen, um an den Turnieren der FEI teilzunehmen. Ein großer Traum wäre es zudem, ebenso wie Antonia Busch-Kuffner mit den Ponys bei Deutschen Meisterschaften und Europameisterschaften teilzunehmen. Ab einem Alter von 16 Jahren könnte Philine Otten auf das Großpferd umsteigen, auch hier hat die Familie schon einen jungen Hengst im Auge.

Von Kira Kaschek

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