Neuzugang Robert Littmann schießt TBU zum 2:1-Sieg gegen Tündern

Ein perfektes Drehbuch

Musste mit dem TBU lange um den hart erkämpften 2:1-Erfolg gegen Tündern zittern: Uphusens Rilind Neziri (rechts). Foto: Hägermann

Uphusen - Von Kai Caspers. Hatte es für Robert Littmann bei den ersten beiden Versuchen noch nicht geklappt, reckte der Neuzugang des Fußball-Oberligisten TB Uphusen nach seinem dritten Freistoß einfach nur den Finger in die Höhe und ließ sich mit einem Grinsen im Gesicht von den Mitspielern feiern. Denn erst in der 61. Minute beim 0:1 gegen BW Tündern auf den Platz gekommen, avancierte der 33-Jährige mit seinem Doppelpack (88./90.+1) zum 2:1 (0:1) auf Anhieb zum Matchwinner.

„Ich denke, dass ich alt genug bin, um in gewissen Situationen Verantwortung zu übernehmen. Und das habe ich dann auch getan und bin froh, dass wir das Spiel letztlich noch drehen konnten“, freute sich Littmann über seinen perfekten Einstand. Und auch Trainer Fabrizio Muzzicato war voll des Lobes: „Robert hat natürlich eine unheimliche Präsenz auf dem Platz. Und das er extrem gefährlich bei Standards ist, hat er ja nachhaltig unter Beweis gestellt. Natürlich war das am Ende für uns auch ein bisschen glücklich, aber keinesfalls unverdient.“

Lange Zeit hatte es jedoch nicht danach ausgesehen, als sollten die Uphuser den Bock auf eigenem Platz endlich umstoßen können. In den ersten 20 Minuten agierten die Gastgeber zwar druckvoll, doch vor dem BW-Tor fehlte es wieder einmal an der nötigen Entschlossenheit. Unter anderem scheiterte Ramien Safi, der zuvor von Philipp-Bruno Rockahr glänzend in Szene gesetzt worden war, an BW-Keeper Kolja Kowalski (20.). Auch zwei Schüsse von Rockahr (22./23.) wurden von Kowalski geklärt. Anstatt den Schwung zu nutzen und sich weitere Chancen gegen einen keinesfalls mutig auftretenden Aufsteiger zu kreieren, kam es jedoch zum Buch im Uphuser Spiel. „Da haben meine Spieler zu viel nachgedacht und sich gegenseitig Vorwürfe gemacht“, ärgerte sich Muzzicato. In der 38. Minute dann die Quittung, als weder Youness Buduar noch Miguel Mendoza am eigenen Strafraumeck entschieden zu Werke gingen, und Tünderns Robin Tegtmeyer per Kopfball zum 0:1 zur Stelle war.

Zu Beginn der zweiten Hälfte hätte dann Tegtmeyer für die Gäste die Weichen frühzeitig auf Sieg stellen können. Gleich hatte TBU-Innenverteidiger Eugen Uschpol gepatzt. Doch zunächst schoss Tegtmeyer den Ball knapp am Tor vorbei (47.), ehe er im zweiten Versuch an Christian Ahlers-Ceglarek (53.) scheiterte. Muzzicato reagierte und nahm Uschpol vom Platz (61.) und brachte dafür Littmann. Und das sollte sich auszahlen. Denn der 33-Jährige sorgte nicht nur für Stabilität in der Defensive, sondern sorgte vor allen Dingen bei Standards für jede Menge Gefahr. War Littmann in der 65. Minute mit einem Kopfball noch gescheitert, machte er es in der 88. Minute nach Eckball von Ricardo Marafona da Costa besser – 1:1. Zuvor (75./76./79.) hatten Rockahr, Ramien Safi und Aladji Barrie bereits beste Chancen zum Ausgleich ausgelassen. Nur gut, dass Robert Littmann noch einen Pfeil im Köcher hatte. In der Nachspielzeit (90.+1) zirkelte er einen Freistoß an der Mauer vorbei zum 2:1-Siegtreffer und machte damit sein Traumdebüt perfekt.

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