Perfektes Debüt für AZ Alkmaar

Was für eine Freude! Der Nachwuchs von AZ Alkmaar feierte ausgelassen seinen Triumph beim JFK-Cup in Riede. Fotos (9): Albrecht

Besser hätte das Debüt für den Nachwuchs von AZ Alkmaar beim 17. JFK-Cup des MTV Riede nicht verlaufen können. In einem packenden Finale behaupteten sich die Niederländer mit 4:2 (2:2) nach Neunmeterschießen gegen das favorisierte Team von Bayer 04 Leverkusen.

VON KAI CASPERS

Riede – Direkt nach dem Abpfiff bewiesen die AZ-Youngster dann wahre Größe und spendeten dem Bayer Nachwuchs, bei dem doch die eine oder andere Träne geflossen war, Trost. Als sie dann aber den großen Siegerpokal nach einer geballten Ladung aus der Konfettikanone in die Höhe stemmten, gab es endgültig kein Halten mehr. Lautstark stimmten die Niederländer vor der voll besetzten Tribüne ihre Lieder an und brachten die Halle noch einmal richtig zum Kochen. Mit etwas Abstand, aber sichtlich stolz, beobachte Dijar Kasim das Treiben seiner Schützlinge. „Nachdem wir zuvor gegen Leverkusen verloren hatten, waren wir extrem motiviert. Das war vor allen Dingen zu Beginn deutlich zu sehen. Gegen Ende haben die Kräfte dann etwas nachgelassen. Aber egal. Wir haben gewonnen. Das war der perfekte Abschluss einer perfekten Veranstaltung“, zollte Alkmaars Trainer den Organisatoren ein dickes Lob.

Das Finale – es war nichts für schwache Nerven. Hatte Leverkusen bis dato alle Spiele gewonnen, gab Alkmaar zunächst klar den Ton an und legte ein 2:0 vor. Doch der Bayer-Nachwuchs glich unter großem Jubel zum 2:2 aus, sodass es in die Verlängerung ging. Trotz guter Chancen auf beiden Seiten wollte das „Golden Goal“ jedoch nicht fallen und es ging ins Neunmeterschießen. Da zeigten sich die Niederländer dann etwas nervenstärker. Allerdings hatten sie auch leichte Vorteile, da Bayer ohne etatmäßigen Torhüter angereist war. „Derzeit haben wir keinen. Aber das war nicht entscheidend. Am Ende hat einfach das Glück gefehlt. Das ist schade für die Jungs, da sie vorher alles gewonnen haben und nach dem Rückstand auch glänzend zurückgekommen sind. Aber daraus lernen sie“, verdeutlichte Bayer-Coach Alexander Nuss.

Im kleinen Finale behauptete sich der Hamburger SV im Nordderby mit 3:1 über Hannover 96 und stand damit zum ersten Mal auf dem Treppchen. Dafür stellten die 96er mit Edin Biber, der elf Treffer erzielte, den besten Torschützen. Den Pokal für den besten Spieler, den „Man of the Cup“, sicherte sich Senna van Elst vom Turniersieger aus Alkmaar.

Apropos Lernen: Das mussten in erster Linie die regionalen Teams, die erwartungsgemäß gegen die übermächtige Konkurrenz einen extrem schweren Stand hatten und die Plätze 17 bis 20 belegten. Für Vladow Kardos-Kaars von der JSG Bierden/Uphusen jedoch überhaupt kein Problem. Im Gegenteil. „So haben unsere Jungs zumindest mal gesehen, was ihnen noch fehlt. Aber diese Erfahrung nimmt ihnen keiner. Das war einfach nur unglaublich, was hier geboten wurde“, machte Kardos-Kaars aus seiner Begeisterung keinen Hehl. „Am liebsten würden wir jedes Jahr herkommen. Aber das geht ja leider nicht.“

Eine Aussage, die Danny Ohliger sichtlich erfreut zur Kenntnis nahm. „Das zeigt doch, dass wir einiges richtig machen. Gleichzeitig ist es eine Bestätigung für die viele Arbeit, die es für eine derartige Veranstaltung im Vorfeld zu bewältigen gilt“, verdeutlichte Ohliger stellvertretend für das gesamte Rieder Organisationsteam. „Daher kann ich auch nur allen freiwilligen Helfern und Sponsoren meinen Dank ausrichten. Ohne sie wäre ein Turnier dieser Größenordnung auf keinen Fall zu stemmen. Jetzt heißt es erst einmal durchatmen, ehe wir dann schon mit der Vorbereitung für die 18. Auflage beginnen.“

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