Keine Auf- und Absteiger in Niedersachsen

Perfekt: NFV annulliert Fußball-Saison

Fußbälle mit Schriftzug Abbruch.
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Nun ist es offiziell: Die Bälle rollen in dieser Saison nicht mehr in Niedersachsen.

Die Entscheidung war erwartet worden: Der Niedersächsische Fußball-Verband brach am Mittwochabend die Saison endgültig ab und anullierte sie. Es wird also weder Auf- noch Absteiger geben. Eine Hintertür ließ er sich für die Oberliga offen.

Achim/Verden – Es hat sich gezogen wie ein Kaugummi – jetzt ist die endgültige Entscheidung gefallen: Der Vorstand des Niedersächsischen Fußball-Verbandes hat am Mittwochabend nun auch offiziell die Saison 2020/21 abgebrochen. In einer Videokonferenz setzten die Funktionäre wie erwartet das um, was sie bereits in der vergangenen Woche vorbereitet hatten.

Wichtig für alle Vereine: Die Spielzeit wird wie von der großen Mehrheit gefordert annulliert, es wird weder Auf- noch Absteiger geben.

Pokalwettbewerbe sollen sportlich beendet werden

Die Entscheidung betrifft alle Alters- und Spielkassen auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene. Auch die NFV-Spielklassen, die eine Schnittstelle zu anderen Verbänden aufweisen wie die Oberliga fallen unter diesen Beschluss. Allerdings können in diesen Spielklassen der oder die Aufsteiger im Wege einer alternativen Entscheidungsfindung ermittelt werden – soweit die Beschlusslage im übergeordneten Norddeutschen Fußball-Verband einen Aufstieg zulässt. „Mit den hierfür erforderlichen Lösungsschritten werden sich jetzt zunächst die spieltechnischen Ausschüsse befassen“, erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath nach der knapp zweistündigen Videokonferenz.

Entschieden wurde auch der weitere Umgang mit dem Pokalspielbetrieb. „Die Teilnehmer am DFB-Pokal sollen, sofern es die Verfügungslage zulässt, sportlich ermittelt werden. Andernfalls kommt auch hier eine alternative Entscheidungsfindung in Betracht. Gleiches gilt für den Pokal auf Kreis- und Bezirksebene“, sagte Distelrath.

Quotientenregelung und Einfrierung sind vom Tisch

Überraschend kommt die Annullierung der Saison nicht mehr, denn schon beim letzten digitalen Zusammentreffen gab es bereits die Tendenz zur Streichung. Szenarien mit einer Quotientenregel oder dem jetzigen „Einfrieren“ und Fortsetzen im Sommer bekamen eher wenig Zuspruch.

Auch in den darauffolgenden Tagen seien in den einzelnen Kreisen die Stimmen für eine Annullierung lauter geworden, erzählt Manfred Finger, Teamleiter Presse beim NFV, auf Nachfrage dieser Zeitung. So hatte sich am Dienstag im Kreis Verden eine klare Mehrheit für den sofortigen Abbruch und die Annullierung – Ergebnis einer außerordentlichen Arbeitstagung. Vorsitzender Kurt Thies nahm dann das deutliche Votum seiner Vereine mit in die entscheidende Sitzung am Mittwochabend.

In den vergangenen Wochen hatte die NFV-Spitze immer hartnäckig daran festgehalten, die unterbrochene Serie sportlich zu beenden. Allerdings hat nach der letzten Bund-Länder-Konferenz und der Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April ein Umdenken stattgefunden. In welcher Form die Saison abgebrochen wird, war jedoch nicht eindeutig geklärt. Zwar gehen nahezu alle Vereine von einem Abbruch und der Annullierung aus, doch der NFV hat seinen Mitgliedsvereinen noch zwei andere Möglichkeiten an die Hand gegeben. Eine Variante war die Fortsetzung bis zum 21. Juli mit anschließender Wertung nach Quotientenregelung. Und zum anderen die Saisonfortsetzung der aktuellen Serie bis zum 30. Juni 2022 mit Auf- und Abstieg.

Von Ulf Von Der Eltz Und Hendrik Denkmann

Distelrath: „Wir folgen dem klaren Votum unserer Vereine“

Nach der knapp zweistündigen Videokonferenz am Mittwochabend mit den Vorsitzenden der 33 niedersächsischen Fußball-Kreise und den Präsidiumsmitgliedern seines Verbandes erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath: „Wir haben unsere Entscheidung schweren Herzens getroffen. Aufgrund der staatlichen Verfügungslage, die den Lockdown zunächst bis zum 18. April verlängert hat, sowie den perspektivischen politischen Aussagen erachten wir eine rechtzeitige Aufnahme eines uneingeschränkten Mannschaftstrainings und Spielbetriebs für nicht mehr realistisch. Selbst im besten Fall würden wir vor Mitte Mai nicht zu einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs kommen, denn nach so langer Pause würde eine nur zweiwöchige Vorbereitungszeit sicherlich nicht ausreichen. Erschwerend kommen die drastisch gestiegenen Infektionszahlen hinzu. Es sind einfach zu viele Unwägbarkeiten wie der weitere Pandemie-Verlauf im Spiel. Nicht zuletzt folgen wir mit unserer Entscheidung dem klaren Votum unserer Vereine.“

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