Schwache Abwehr und umstrittener Strafstoß

Pechvogel Littmann macht seinem Ärger Luft

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Torschütze bei Etelsens 1:2-Pleite gegen Heeslingen: Lasse Müffelmann (Mitte).

Etelsen - Von Ulf Von Der Eltz. Er war so wütend, dass er noch vor der Traineransprache in die Kabine stapfen wollte. Robert Littmann konnte aber wieder „eingefangen“ werden und hörte sich die Worte von Gerd Buttgereit an.

Danach schien der Innenverteidiger des TSV Etelsen zwar einigermaßen gefasst – die Gründe für die 1:2 (0:0)-Heimpleite des Titelanwärters gegen den Heeslinger SC II sprach der Routinier am Sonntag dennoch schonungslos an: „Wir haben überhaupt nicht auf den Rasen bekommen, was wir können. Es war alles zu unpräzise, eine richtige Enttäuschung. Und die Schiri-Leistung hat ja jeder draußen sehen können.“ 

Schlecht gespielt und dann noch benachteiligt – beide Dinge schätzte Littmann richtig ein. Über die entscheidende Szene machte aber nicht nur der Defensiv-Spezialist seinem Ärger Luft: „Ich war ganz klar eher am Ball. Nie und nimmer ein Elfmeter.“ Nach einem langen Pass aus dem Mittelfeld bekam Littmann Körperkontakt mit Enis Busch, Referee Lukas Höft zeigte zum Entsetzen aller Etelser auf den Punkt. SC-Kapitän Malte Ohrenberg ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte eiskalt zum 1:2 (65.).

Trotz dieser umstrittenen Entscheidung – auf der anderen Seite hatten die Schlossparkkicker gleich zweimal vergeblich Strafstoß reklamiert – den Rückschlag müssen sich die Blau-Weißen in erster Linie selbst ankreiden. Viel zu wenig Ideen, für ein Heimspiel viel zu wenig glasklare Chancen und in der Abwehr viel zu oft orientierungslos – da verpuffte der hohe Ballbesitz. In der ersten Halbzeit schworen die Gastgeber nur nach zwei Freistößen Gefahr durch Bastian Reiners (20.) sowie Nico Kiesewetter (36.) herauf. Coach Buttgereit: „Wir haben nichts zugelassen, sind aber auch nicht zwingend in die Box gekommen.“

Wie gemalt dann der Start in den zweiten Abschnitt: Etelsen hatte auf 4:4:2 umgestellt, mehr Druck entfacht und auch rasch Erfolg. Lasse Müffelmann verwertete eine Klasse-Flanke von Kevin Bähr volley zum 1:0 (51.). Doch diese Führung gab keine Sicherheit, in den folgenden 15 Minuten verlor der Favorit den Faden. „Für mich unerklärlich“, haderte Buttgereit. Vor allem bei den langen Bällen, Heeslingens einziges Mittel, stand die TSV-Abwehr schlecht. Busch per Kopf an die Latte (52.) und Ohrenberg per Flachschuss (55.) deuteten schon das Unheil an.

Dann war es soweit: Simon Gloger verlor im Mittelfeld den Ball, Littmann ließ die Flanke abklatschen – Nico Finke konnte Keeper Cedric Dreyer zum 1:1 (62.) überwinden. Drei Minuten später holte Heeslingen mit einem weiteren langen Ball den Strafstoß gegen die unsortierte Deckung heraus. Es folgte ein wütendes Anrennen, in dem aber der klare Spielzug fehlte. „Nur hohe Bälle“, wetterte Buttgereit. Der Trainer war sich auch über die Tragweite des Ausrutschers bewusst: „Eine ganz bittere Niederlage, die uns natürlich ins Hintertreffen wirft. Aber wir müssen sie so annehmen und halt erneut versuchen, den Rückstand aufzuholen.“

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