Ricardo Seidel kein Trainer mehr / Leilo: „Ein anderes Ende gewünscht“

Paukenschlag beim SV Hönisch

Hat sein Traineramt beim SV Hönisch mit sofortiger Wirkung niedergelegt: Ricardo Seidel.
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Hat sein Traineramt beim SV Hönisch mit sofortiger Wirkung niedergelegt: Ricardo Seidel.

Das Kapitel SV Hönisch hat sich für Ricardo Seidel nach 14 Jahren erledigt. Nachdem ihm Ziad Leilo, sportlicher Leiter des Vereins, mitgeteilt hat, dass sein auslaufender Vertrag im Sommer nicht verlängert wird, legte Seidel sein Traineramt mit sofortiger Wirkung nieder. Gleiches gilt für Co-Trainer Mark Köhnemann.

Vorstand hätte gerne mit Ricardo Seidel bis Sommer weitergemacht

Sofortiger Rücktritt ein Schock-Moment

Interner Nachfolger als Übergangslösung geplant

Hönisch – Die Corona-Pandemie – sie hat den gesamten Amateursport komplett zum Erliegen gebracht. Daher ist auch noch völlig ungewiss, wann und in welcher Form die Fußballer des SV Hönisch endlich wieder auf den Platz dürfen. Doch unabhängig davon, ist eine Entscheidung bereits gefallen. Ricardo Seidel steht dem Kreisligisten nach sechs Jahren auf der Kommandobrücke und 14 Jahren in Hönisch ab sofort als Trainer nicht mehr zur Verfügung. Gleiches gilt für Co-Trainer Mark Köhnemann, der den Verein ebenfalls verlassen wird.

„Mir wurde am Freitag vom sportlichen Leiter Ziad Leilo mitgeteilt, dass mein im Sommer auslaufender Vertrag nicht mehr verlängert wird. Die Begründung lautete, dass in der kommenden Saison neue Impulse gesetzt werden sollen. Ich werde jedoch nicht bis zum Sommer den Platzhalter geben und habe daher mein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt“, macht Ricardo Seidel keinen Hehl aus seiner großen Enttäuschung, da ihn die Entscheidung des Vereins komplett überrascht hat.

Seidel: „Ich werde nicht bis zum Sommer den Platzhalter geben“

Hätte sich ein anderes Ende der Zusammenarbeit gewünscht: Ziad Leilo, sportlicher Leiter des SV Hönisch.

Ziad Leilo, der erst im Sommer den Posten des sportlichen Leiters in Hönisch angetreten ist, hätte sich definitiv ein anderes Ende der Zusammenarbeit gewünscht. „Natürlich kann ich Ricardo verstehen, dass er nach so einer langen Zeit im Verein enttäuscht ist, dass er den Weg mit uns nicht weitergehen soll. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass er uns bis zum Sommer erhalten bleibt, damit wir ihn auch gebührend verabschieden können“, klärt Leilo auf. „Und nach einem für mich durchaus harmonischen Gespräch hatte ich gehofft, dass Ricardo alles erst einmal in Ruhe sacken lässt. Denn das es jetzt so endet, war definitiv nicht unser Ziel“, bezeichnet er Seidels Entscheidung schon als gewissen Schock-Moment, den es nun zu verdauen gilt. „Das gilt für den gesamten Vorstand. Zumal wir es auch sehr bedauern, dass es kein persönliches Treffen mit dem kompletten Vorstand gegeben hat. Aber das ist in Zeiten von Corona nicht möglich, sodass ich mich als sportlicher Leiter der Aufgabe stellen musste.“ Für die Mannschaft, die in der Kreisliga derzeit auf Platz acht rangiert, war es ebenfalls eine überraschende Nachricht. Zumal etliche Akteure bis dato noch keinen anderen Trainer hatten. „Ich hoffe, dass nach Ricardos Entscheidung kein Spieler den Verein verlassen wird und sie den neuen Weg mit uns im Sommer weitergehen. Und wie schon mal gesagt. Der Vorstand und auch die Mannschaft hätte mit Ricardo gerne bis zum Sommer weitergemacht. Denn er hat in der Vergangenheit sehr gute Arbeit geleistet, für die wir ihm sehr dankbar sind.“

Leilo kann die Enttäuschung verstehen

Was Seidels Nachfolger angeht, wollte Leilo indes noch keine Wasserstandsmeldung abgeben. „Wir müssen ja ohnehin abwarten, wann und ob es überhaupt wieder losgeht. Aber ich gehe mal davon aus, dass es eine interne Lösung für den Übergang gibt. Wie auch immer die dann aussieht.“

Von Kai Caspers Und Björn Drinkmann

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