Daverdens Coach bleibt trotz Fehlstart ruhig / Morsums Ingo Ehlers: „Es gibt nicht viel schön zu reden“

Panitz – von Panik (noch) keine Spur

+
… Ingo Ehlers aus Morsum haben es derzeit nicht leicht.

Morsum / Daverden - Von Björn Lakemann. Denkbar schlecht sind die beiden Handball-Verbandsligisten TSV Daverden und TSV Morsum in die Saison gestartet.

Daverdens Trainer Thomas Panitz und sein Kollege…

Für beide setzte es in den vier Partien bis dato ausnahmslos Niederlagen. Zwar schrillen aktuell bei beiden noch nicht die Alarmglocken, doch es besteht auf jeden Fall ein Grund mal nach den Ursachen zu forschen und zu ergründen, wie es ab sofort aufwärts gehen soll.

Gibt es eine schlüssige Erklärung für die vier Niederlagen zum Saisonstart?

Thomas Panitz: „Wir haben vor der Saison einen großen Umbruch vollzogen. Zudem hatten wir auch kein leichtes Auftaktprogramm. Daher ist es für mich auch zu früh, von einem Fehlstart zu sprechen. Da sollte man die Kirche schon im Dorf lassen. Ein Rückschritt war jedoch die Partie gegen Bremervörde. Denn ich hatte mir schon 2:6-Punkte ausgerechnet.“

Ingo Ehlers: „Wir haben definitiv einen Fehlstart hingelegt. Da gibt es auch nicht viel schön zu reden. Unser Problem liegt eindeutig im Zusammenspiel in der Abwehr. Das ist der Tatsache geschuldet, dass wir nicht regelmäßig in akzeptabler Mannschaftsstärke trainieren können. Dazu kommt, dass unsere Leistungsträger wie Fastenau, Elfers oder Bösewill derzeit extrem eingespannt sind.“

Wie schwer wiegt denn bei Ihnen der Verlust einiger Stammakteure?

Panitz: „Uns war im Vorfeld natürlich bewusst, dass es sehr schwer werden wird. Daher peilen wir auch nur den Klassenerhalt an. Aktuell sind wir trotz der Niederlagen mit der Entwicklung zufrieden. Irgendwann kommen dann auch die Punkte. Natürlich wäre es schön, wenn die sich automatisch einstellen würden. Aber das geht nur über den Kampf.“

Ehlers: „Uns fehlt ganz einfach der Leithammel. Auch in der Defensive hat sich bisher leider noch kein Leader herauskristallisiert. Schwer zu ersetzen ist Marcus Helmke. Zudem ist Neuzugang Jeldrick Buhrdorf noch nicht richtig angekommen. Was fehlt, ist ganz einfach ein Erfolgerlebnis. Gelingt uns das, werden die Köpfe hoffentlich frei.“

Vor der Saison galt es ja einige neue Spieler zu integrieren. Ist das schon gelungen, oder liegt darin das Problem?

Panitz:„An der mannschaftliche Geschlossenheit gibt es nichts auszusetzen. Leider gilt das noch mehr außerhalb der Spielfläche. In Sachen Automatismen hakt es auf dem Parkett noch an den Laufwegen.“

Ehlers: „Das ist schon etwas schwierig. Vom Charakter her ist uns schon einiges an Teamstruktur abhanden gekommen. Ab sofort gilt es von Spiel zu Spiel zu denken. Dabei ist eine Steigerung zwingend erforderlich, denn aktuell reicht die Leistung für die Verbandsliga nicht aus.“

Wo gilt es denn nun im Training die Hebel anzusetzen, wenn es endlich mit den ersten Siegen klappen soll?

Panitz: „Unsere größte Baustelle ist die Verbesserung des Zusammenspiels. Daher machen wir auch viele Trainingsspiele, um endlich unseren Rhythmus zu finden. Ganz zufrieden bin ich dagegen aktuell mit unserer neuen und etwas offensiveren Deckung.“

Ehlers: „Meine Hauptaufgabe besteht zunächst einmal darin, für gute Laune zu sorgen. Aber das nützt alles nichts, wenn wir nicht mindestens zehn Leute beim Training haben. Nur dann können wir auch vernünftig an unseren Problemen arbeiten. Gelingt uns das, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Leistung wieder einstellt.“

Wer ist Ihr Hoffnungsträger in der derzeit schwierigen Situation?

Panitz: „Natürlich sind da in erster Linie die Routiniers wie Daniel Beinker, Stefan Willus, Henning Meyer oder Sören Blumenthal gefordert. Sie sollen vorangehen. Leider ist Hagen Sperling nach seiner Verletzung meilenweit von der Form aus dem Vorjahr entfernt. Sobald er aus dem Tief wieder heraus ist, wird sich das sicher positiv auswirken.“

Ehlers: „Da werde ich sicher keine Einzelspieler nennen. Wenn wir aus dem Loch herauskommen wollen, schaffen wir das nur als Mannschaft. Aber dafür muss jeder zehn bis 20 Prozent zulegen. Und da mache ich keine Ausnahme vor dem Trainerteam.“

Ist der Abstieg nach der Pleitenserie zum Auftakt schon ein akutes Thema?

Panitz: „Auf keinen Fall. Zumal ja erst vier Spieltage absolviert sind. Dass es für uns aber nur um den Klassenerhalt geht, das steht außer Frage.“

Ehlers: „Dass wir vor der Saison so hochgelobt wurden, ging mir schon auf den Zeiger. Zumal die zweite Saison nach dem Aufstieg bekanntlich ja immer schwerer ist. Daher ist der Abstieg schon ein gewisses Thema. Doch wenn wir uns weiter verbessern, dann sollte der Klassenerhalt sicher keine Utopie sein.“

Letzte Frage: Ist das nächste Spiel wichtiger oder das Derby in zwei Wochen?

Panitz: „Auch wenn im Derby gegen Morsum deutlich mehr Brisanz drin ist, hat für mich die Partie in Delmenhorst absolute Priorität. Nach zwei Niederlagen in Serie steht die HSG deutlich mehr unter Druck, während wir hingegen frei aufspielen können.“

Ehlers: „Definitiv die Partie morgen gegen Oberliga-Absteiger Brinkum. Was den Ausgang angeht, bin ich jedoch eher Pessimist. Dem Derby messe ich nicht so eine große Bedeutung bei. Da gibt es im Erfolgsfall ja auch nur zwei Punkte.“

BVB besiegt Titelfluch - DFB-Pokaltriumph im vierten Anlauf

BVB besiegt Titelfluch - DFB-Pokaltriumph im vierten Anlauf

Dortmund holt den Pott! Bilder vom Sieg gegen Frankfurt

Dortmund holt den Pott! Bilder vom Sieg gegen Frankfurt

„Auba-cooler Elfer!“ Die Pressestimmen zum BVB-Sieg

„Auba-cooler Elfer!“ Die Pressestimmen zum BVB-Sieg

G7-Gipfel: Scheitern in letzter Minute verhindert

G7-Gipfel: Scheitern in letzter Minute verhindert

Meistgelesene Artikel

Rost sieht Siegesritt von Ross

Rost sieht Siegesritt von Ross

TSV Etelsen unterliegt im Bezirkspokal-Finale in Gellersen mit 1:2

TSV Etelsen unterliegt im Bezirkspokal-Finale in Gellersen mit 1:2

FC Verden 04: Tavan der tragische Held – 2:4

FC Verden 04: Tavan der tragische Held – 2:4

Verden: Coach Lindhorst appelliert an Sportsgeist

Verden: Coach Lindhorst appelliert an Sportsgeist

Kommentare