TV Oyten Vampires verlangen Wismar alles ab / „Sind kalt erwischt worden“

29:30 – aber Kohls sieht einen Sieg der Moral

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Oytens Marielle Juricke erzielte fünf Tore bei der unglücklichen 29:30-Niederlage in Wismar.

Oyten - In der Partie beim Tabellenzweiten TSG Wismar musste Sebastian Kohls durch ein Wechselbad der Gefühle. Hatte es zunächst nach einer deutlichen Packung für seine Mannschaft ausgesehen, wäre der Coach des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires im Anschluss an das 29:30 (12:19) über zwei zusätzliche Minuten Spielzeit überaus dankbar gewesen. „Dann hätten wir die Halle nicht als Verlierer verlassen“, war Kohls überzeugt.

Dabei hätte es gar nicht unbedingt die von Kohls gewünschte Verlängerung gebraucht. Auch so hatten die Vampires den schon nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich in der Hand. Denn nachdem Jacqueline Reinhold in der 59. Minute per Siebenmeter auf 29:30 verkürzt hatte, kamen die Vampires sogar noch einmal in Ballbesitz. Nach einer Auszeit des TVO waren noch 52 Sekunden zu spielen. Genug Zeit also, um ein Tor zu erzielen. „Unser abschließender Wurf ist dann aber geblockt worden. Natürlich hätten wir uns für den starken Auftritt nach dem Wechsel gerne belohnt, doch letztlich geht die Niederlage nach der schwachen ersten Halbzeit schon in Ordnung“, zeigte sich Sebastian Kohls als fairer Verlierer.

Obwohl sich die Vampires nach den letzten beiden Siegen einiges vorgenommen hatten, wurden sie in Wismar kalt erwischt – 1:6 (8.). „Die TSG hat nicht nur ein hohes Tempo vorgelegt, sondern auch alles getroffen. Und bei uns hat im Abschluss die Quote einfach nicht gestimmt“, bemängelte Oytens Coach. Da auch Torhüterin Insa Janßen keine Hand an den Ball bekommen hatte, machte sie frühzeitig für Birte Hemmerich Platz. Und die Debütantin hatte großen Anteil daran, dass der Rückstand zur Pause mit dem 12:19 in Grenzen gehalten wurde.

Auch nach dem Wechsel deutete zunächst nicht viel darauf hin, dass die Partie noch kippen könnte. Zwar agierten die Vampires deutlich aggressiver in der Deckung und konzentrierter im Abschluss, doch die TSG kam vor allem durch Vivien Erdmann immer wieder zu einfachen Toren aus der Fernwurfzone. Doch nach dem 24:29 (53.) machte sich auf Seiten der Gastgeberinnen der dünne Kader bemerkbar. „Wir hatten deutlich mehr zuzusetzen. Daher war es auch gut, dass wir die Köpfe immer oben behalten haben“, lobte Kohls. Doch letztlich reichte es nur noch zum 29:30.

TV Oyten Vampires: Janßen, Hemmerich - Reinhold (10/3), K. Kruse (4), Heidorn (1), Engelke (8), Dimitri, Schwarz (1/1), Juricke (5), Anna-Lena Kruse, Franke, Radziej.

kc

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