TV Oyten Vampires wahren ihre weiße Weste

Der Matchplan geht voll auf – 31:29

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Oytens Denise Engelke (links) bereitete der Bundesliga-Reserve aus Buxtehude extreme Probleme und hatte mit ihrer guten Leistung maßgeblichen Anteil am 31:29-Erfolg. 

Oyten - Von Kai Caspers. Als endlich der erlösende Schlusspfiff in der Partie gegen den Buxtehuder SV II ertönt war, wich auch die Anspannung aus dem Gesicht von Sebastian Kohls. Mit einem erleichterten Lächeln im Gesicht klatschte der Trainer des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires seine Spielerinnen ab und freute sich nach dem 31:29 (15:14)-Erfolg über den vierten Sieg im vierten Saisonspiel.

„Das war ein extrem intensives Spiel mit vielen guten Aktionen. Über weite Strecken haben wir heute eine richtig gute Deckung gespielt. Dafür haben wir es gerade in der zweiten Halbzeit in der Offensive etwas an der nötigen Ruhe vermissen lassen und uns das Leben dadurch selber unnötig schwer gemacht“, fand Kohls trotz des Sieges auch Anlass zur Kritik. Letztlich geriet das für Oytens Trainer jedoch fast schon zur Nebensache. Viel wichtiger war für ihn die Tatsache, dass sein Matchplan gegen Buxtehudes Bundesliga-Reserve komplett aufgegangen ist. „Wir wollten nicht nur das gute Gegenstoßspiel verhindern, sondern vor allen Dingen Natalie Axmann nicht zur Entfaltung kommen lassen. Und das ist uns bestens gelungen“, erklärte Kohls und verteilte ein dickes Lob an Franca Jakob, die sich als vorgezogene Deckungsspielerin „liebevoll“ um Buxtehudes Spielmacherin kümmerte. Und das in eindrucksvoller Manier. Die Haupttorschützin des BSV blieb letztlich blass und erzielte lediglich einen Treffer.

Die Vampires, bei denen Torhüterin Insa Janßen eine bärenstarke erste Halbzeit ablieferte, hatten durch drei Treffer von Jacqueline Nowak schnell ein 3:1 vorgelegt. Allerdings schlichen sich danach vermehrt Fehler ins Oytener Spiel ein und Buxtehude ging beim 4:3 (11.) erstmals in Führung. Dank der guten Arbeit in der Defensive sowie der glänzend aufgelegten Spielmacherin Denise Engelke ging es dann mit einem 15:14 in die Pause. Eine Sekunde vor dem Wechsel setzte es für Oytens Jana Kokot noch eine doppelte Zeitstrafe. Das wurde für die Gastgeberinnen jedoch nicht zum Nachteil. Ganz im Gegenteil. Scheinbar doppelt motiviert stellte das Kohls-Team mit einem Dreierpack schnell auf 18:14 (34.). Als Lisa Bormann-Rajes dann von Außen auf 20:15 erhöhte, schienen die Vampires endgültig auf dem richtigen Weg. Aber weit gefehlt. „In der Folge haben wir es an der nötigen Ruhe vermissen lassen. Anstatt die Angriffe geduldig auszuspielen, haben wir uns zu oft in Einzelaktionen verzettelt und zu früh abgeschlossen“, kritisierte Kohls. Buxtehude wusste das zu nutzen und glich in der 48. Minute zum 25:25 aus. Nur gut, dass Romina Kahler beim 26:25 einen Siebenmeter parierte und Engelke einen kühlen Kopf bewahrte und mit dem 31:27 (58.) alles klar machte.

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