TV Oyten Vampires erleben ihr grün-weißes Wunder – 22:29 / „Geht in Ordnung“

Demontage abgewendet

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Auch bei diesem Siebenmeter gab sich Oytens Tina Schwarz keine Blöße.

Oyten - Von Björn Lakemann. Schon im Vorfeld hatte Sebastian Kohls dem SV Werder Bremen die Favoritenrolle zugeschoben. Und der Coach des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires wurde bestätigt. Letztlich war der Tabellenführer für den TVO beim 22:29 (9:15) dann doch eine Nummer zu groß.

„Die Niederlage geht völlig in Ordnung. Werder hat wesentlich variabler gespielt und steht ja auch nicht zu Unrecht ganz oben in der Tabelle“, zeigte sich Kohls im Anschluss an die Derbypleite als fairer Verlierer. Allerdings attestierte er seiner Mannschaft auch eine gute Leistung. Im Gegensatz zu den Grün-Weißen jedoch nur phasenweise. Und das war einfach zu wenig gegen das starke Werder-Kollektiv. Obwohl Denise Engelke, die mit Rückenbeschwerden in die Partie gegangen war und auch Dafina Dimitri, sie hatte noch mit den Nachwehen eines grippalen Infekts zu kämpfen, mitwirkten, fehlte nicht nur ihnen die nötige Frische. Werder hatte einen fulminanten Start erwischt – 6:2 (10.). Erst nach diesem Rückstand fand der TVO zu seinem Spiel und Engelke verkürzte auf 7:8 (18.). Doch die folgende Auszeit von Sebastian Kohls erwies sich alles andere als förderlich für seine Mannschaft, denn nur zehn Minuten später markierte Werders agile Linksaußen Joseffa Baumann das 15:8 (28.). Schon da roch es nach einer Vorentscheidung. Zumal die Vampires gerade in der Offensive viel zu fahrig agierten und Probleme im Abschluss hatten.

Wer zu Beginn der zweiten Hälfte auf eine Aufholjagd gehofft hatte, der wurde bitter enttäuscht. Zwischen den Pfosten hatte Romina Kahler die nicht enttäuschende Insa Janßen abgelöst. Doch sie wurde Opfer einer schnelleren Spielweise des SVW und freien Einwurfchancen. Kreisläuferin Britta Neumann stellte auf 22:11 (41.) – die Entscheidung war frühzeitig gefallen. In der Folge stellte der Gast seine Abwehr etwas offensiver auf. Und promt wurde es geringfügig besser. Zweimal Jacqueline Reinhold und Lisbeth Balters, die beide ihre guten Phasen hatten, stellten auf 18:25 (54.). So wurde wenigstens der totale Abschuss abgewendet. Zumindest vom Siebenmeterpunkt durch Tina Schwarz hatte Oyten eine lupenreine Quote. Doch Kohls befand: „Auch Tina hat nicht ihre gewohnte Stärke gezeigt.“

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