TV Oyten Vampires enttäuschen gegen Travemünde / Kohls vermisst den Biss

23:30 – und Bangen um Führungsspielerin Engelke

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Oytens Kreisläuferin Jana Kokot musste sich gegen die bissige Travemünder Abwehr für jeden Ball strecken.

Oyten - Von Kai Caspers. Die Raubmöwen des TSV 1860 Travemünde – sie machten ihrem Namen im Duell beim Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires alle Ehre. Vor allem dank ihrer „bissigen“ Deckung zogen sie dem Team von Trainer Sebastian Kohls am Ende den Zahn und gewannen letztlich auch völlig verdient mit 30:23 (13:13).

Kein Wunder, dass Sebastian Kohls im Anschluss alles andere als erfreut war. „Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt. Aber über die gesamte Spielzeit gesehen, haben wir einfach zu wenig Biss gezeigt und vor allen Dingen in der Offensive viel zu oft die falschen Entscheidungen getroffen“, zog der Vampires-Coach ein ernüchterndes Fazit. Doch nicht nur die Niederlage zum Auftakt, sondern vor allem die Verletzung von Denise Engelke trieb Kohls Sorgenfalten auf die Stirn. In der 38. Minute war „Debü“ eine Gegenspielerin so unglücklich auf den Fuß gefallen, dass ein weiteres Mitwirken unmöglich wurde. Zwar konnte Engelke nach der Partie schon wieder lachen, doch Oytens Trainer wollte sich davon nicht blenden lassen: „Ob da eventuell Bänder im Sprunggelenk gerissen sind, müssen wir erstmal abwarten. Sollte Denise ausfallen, wäre das natürlich ein herber Verlust für uns.“

Wie wichtig Engelke, obwohl auch sie zum Saisonauftakt nicht wie gewohnt zum Zuge gekommen war, für das TVO-Team ist, unterstreicht die Tatsache, dass bis zu ihrem Ausfall für die Vampires beim 14:16 (38.) noch alles im Lot war. Doch nur acht Minuten später war die Messe im Grunde genommen gelesen, führten die Gäste zu diesem Zeitpunkt bereits mit acht Toren – 15:23. „Travemünde war in dieser Phase einfach deutlich präsenter und hat vor allen Dingen die Fehlerquote im Gegensatz zu uns wesentlich minimiert. Dazu kam das nötige Glück bei diversen Abprallern, wobei sich die junge Mannschaft dieses auch erarbeitet hat“, war die Niederlage für Sebastian Kohls von daher auch völlig verdient. Beim 18:26 (50.) deutete sich für die TVO-Damen, die bis dato in der zweiten Hälfte erst drei Feldtore erzielt hatten, sogar ein Debakel an. Auch eine Umstellung in der Deckung auf die offensivere 5:1-Formation sowie ein erneuter Wechsel im Tor, Insa Janßen löste Romina Kahler ab, sorgte nur kurzfristig für Verwirrung auf Seiten der Gäste. Nach einem Doppelpack von Jacqueline Reinhold zum 20:26 erstickte die Raubmöwen jegliche Hoffnungen auf eine mögliche Wende mit drei „Buden“ in Folge zum 20:29 sofort wieder im Keim. „Bei einigen Spielerinnen war schon eine große Nervosität zu spüren. Daher hatte ich gehofft, dass wir zumindest über den Kampf zum Spiel finden. Aber auch das ist uns letztlich nicht gelungen“, war Sebastian Kohls die Enttäuschung über den verpatzten Saisonstart auch deutlich anzusehen.

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