TV Oyten Vampires enttäuschen gegen Owschlag / Kohls: „Blockade im Kopf“

26:33 – bitterer Abschied für Tina Schwarz und Lissy Balters

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Wurden von ihren Mitspielerinnen mit einer Collage verabschiedet: Lissy Balters (links) und Tina Schwarz. Fotos (2): häg

Oyten - Von Kai Caspers. Während der Partie gegen den TSV Owschlag tobte Sebastian Kohls phasenweise wie Rumpelstilzchen an der Seitenlinie herum. Damit war es nach dem Abpfiff jedoch schlagartig vorbei, hätte sich der Trainer des Handball-Drittligisten TV Oyten Vampires in Anbetracht der desolaten Vorstellung seines Teams beim 26:33 (12:14) gerne versteckt.

Kein Wunder, dass Kohls im Anschluss auch einige deutliche Worte fand. „Das war sicher eines der schlechtesten Heimspiele in den vergangenen Jahren. Vor allen Dingen in der zweiten Hälfte haben wir nahezu alles vermissen lassen. Da hatten wir irgendwie eine Blockade im Kopf“, hatte der Vampires Coach dafür auch keine Erklärung. „Dabei wollten wir uns unbedingt mit einem Sieg in eigener Halle von unseren Fans verabschieden. Aber die Leistung passte dann leider zu unseren anderen Auftritten in diesem Jahr.“

Apropos Abschied: Schon vor dem Anpfiff gab es Geschenke für Tina Schwarz und Lissy Balters, die dem TVO in der nächsten Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Während es Balters studienbedingt nach Köln zieht, wird der Aufwand für Schwarz, die seit April im Rathaus in Dinklage arbeitet, aus beruflichen Gründen zu groß. „Natürlich hätte ich mir meinen Abschied etwas anders vorgestellt. Allerdings haben wir uns dafür heute zu viele Fehler geleistet“, verdeutlichte die Linkshänderin das ganze Dilemma.

Auch wenn die Gastgeberinnen mit einer 3:1-Führung in die Partie gestartet waren, zeigte sich Kohls mit dem Auftritt seiner Mannschaft alles anders als zufrieden. Nicht von ungefähr nahm er auch schon frühzeitig (9.) eine Auszeit. Besser wurde es danach aber nicht. Im Gegenteil: Angeführt von der alles überragenden Franziska Peters übernahmen die Gäste nun das Kommando und setzten sich auf 11:7 (21.) ab und gingen mit einem 14:12 in die Pause.

Die zweite Hälfte – sie bot dann jedoch ein erschreckendes Bild auf Seiten der Vampires. Die Deckung hatte ihren Namen nicht mehr verdient und in der Offensive reihte sich Fehler an Fehler. Folge: In der 40. Minute war die Partie beim 15:25 zugunsten der Gäste vorzeitig entschieden. „Wir hatten alles angesprochen. Davon war aber nichts zu sehen. Wir hatten in der Offensive keine Geduld und haben Owschlag zu Gegenstößen eingeladen“, war Sebastian Kohls im Anschluss regelrecht bedient.

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