30:27 – Kohls-Team gewinnt den Gipfel gegen Werder / Romina Kahler glänzt

TV Oyten Vampires – eine Demonstration im Derby

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Wusste ihre Spielanteile zu nutzen: Oytens Tina Schwarz.

Oyten - Von Kai CaspersZugegeben, an der Technik müssen die Verantwortlichen bei den TV Oyten Vampires noch ein bisschen arbeiten. Denn als der Handball-Drittligist den 400 begeisterten Fans im Anschluss an den 30:27 (13:13)-Erfolg über den Lokalrivalen SV Werder Bremen seine neue Hymne präsentieren wollte, gab es doch kleinere Probleme. Das tat der Freude auf Seiten des TVO jedoch keinen Abbruch. Als hätte das Team von Trainer Sebastian Kohls soeben die Meisterschaft gewonnen, tanzten die Spielerinnen völlig ausgelassen durch die Halle.

Für Kohls aber keine Überraschung: „Die Spiele gegen Werder sind eben immer etwas besonderes. Auch wenn wir sicher nicht immer das gezeigt haben, wozu wir in der Lage sind, haben wir eine richtig starke Leistung gezeigt. Daher kann ich der Mannschaft auch nur ein dickes Lob aussprechen. Wieder einmal konnte sie trotz des dünnen Kaders auch gegen Ende noch zulegen und hat sich den Sieg dank der überragenden Physis auch verdient.“

Dem wollte auch Radek Lewicki nicht widersprechen. Zwar hatte der Bremer Coach ein ganz schwaches Spiel von seiner Mannschaft gesehen, doch am verdienten Erfolg der Vampires gab es für ihn nichts zu rütteln. Dabei hatte Werder zur Pause noch das bessere Momentum auf seiner Seite gehabt. Schließlich hatten die Gäste, nachdem sie bereits 9:12 (27.) in Rückstand gelegen hatten, unmittelbar vor dem Wechsel noch zum 13:13 ausgeglichen. „Ich hoffe, dass sich das bei unserem dünnen Kader am Ende nicht rächen wird“, unkte Oytens Team-Manager Ingo Kruse in der Halbzeit. Seine Befürchtungen – sie erwiesen sich jedoch als absolut unbegründet. Was die Vampires bis zum vorentscheidenden 25:18 (50.) durch Denise Engelke ihren begeisterten Fans boten – es glich einer Demonstration der eigenen Stärke. Selbst das 13:14 durch Kaiser, Werders einzige Führung, sorgte nicht für Verunsicherung. Im Gegenteil: Fortan gab es gegen die Oytener Deckung kaum noch ein Durchkommen für die Gäste. Zudem war Romina Kahler, sie hatte Manuela Heise zur zweiten Halbzeit im Tor abgelöst, sofort richtig drin im Spiel und entschärfte einige Hochkaräter. Auch in der Offensive erwiesen sich die Vampires nun als das deutlich bissigere Team und demoralisierten die Gäste nach dem 16:15 mit einem 4:0-Lauf zum 20:15 (41.). Als Engelke dann zehn Minuten später auf 25:18 stellte, war die Entscheidung gefallen. Sehr zur Freude von TVO-Trainer Kohls: „Mit diesem Sieg haben wir einmal mehr bewiesen, dass wir trotz des kleinen Kaders auf einem sehr guten Weg sind. Unser zweiter Platz ist definitiv keine Momentaufnahme.“

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