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TV Oyten nimmt FSV-Geschenke an – 6:1

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Von: Ulf Horst von der Eltz

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Von zwei Oytenern bedrängt: Langwedels Maxim Schaf musste sich Oytens Nico Oetting (links) und Simon Seekamp zur Wehr setzen.
Von zwei Oytenern bedrängt: Langwedels Maxim Schaf musste sich Oytens Nico Oetting (links) und Simon Seekamp zur Wehr setzen. © Hägermann

Langwedel – Unterschiedlicher könnte die Stimmungslage nach dem Derby der Bezirksliga-Abstiegsrunde nicht sein: Während der FSV Langwedel-Völkersen mit der 1:6 (0:1)-Klatsche am Sonntag gegen den TV Oyten in noch größere Not gerät, bejubelt die Fitschen-Elf einen Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt.

„Das ist bitter. Jetzt stehen wir nächste Woche gegen den SV Löhnhorst schon vor unserem Endspiel“, blickte FSV-Coach Emrah Tavan zerknirscht in die Zukunft: „Wenn wir das nicht gewinnen, haben wir ganz große Probleme.“ Anders ausgedrückt: Dann dürften die Schwarz-Roten für die Kreisliga planen.

Auf der anderen Seite zeigte sich TVO-Trainer Jan Fitschen bester Laune – die Freude solle aber nur zwei Tage ausgekostet werden: „Sicher ein ganz wichtiger Schritt. Aber wir müssen am Sonntag beim TSV Achim schon nachlegen. Der Sieg war übers ganze Spiel gesehen hochverdient. Obwohl defensiv noch einiges knirscht, haben wir uns viele Chancen erarbeitet und befinden uns weiter auf einem guten Weg.“

Andre Geisler leitet Torreigen früh ein

Die 90 Minuten hatten die Gäste nach Belieben dominiert, ohne glänzen zu müssen. Schon in der zehnten Minute durfte Andre Geisler von der Mittellinie aus unbehelligt bis zum Strafraum laufen – sein Schlenzer schlug flach zum 0:1 ein. Während die Platzherren kaum erfolgversprechend nach vorne kamen, hatte der TVO zwar viel Ballbesitz, konnte sich im ersten Abschnitt aber keine Hochkaräter mehr erspielen.

Und als Daniel Throl kurz nach der Pause das 1:1 durch einen „Kann-Strafstoß“ markierte (50.), musste sich die Fitschen-Elf ein bisschen schütteln. Langwedels Kapitän war bei einem Kontakt mit Manuel Brzozowski zu Boden gegangen, meine hinterher, „dass ich mich nicht hätte beschweren können, wäre die Pfeife stumm geblieben.“ Sein Trainer sah es als Ausgleich für zuletzt klarere, aber verweigerte Elfmeter.

Nico Oetting sorgt per Doppelpack für Entscheidung

Ein wenig bekam der FSV Oberwasser, was er jedoch nicht zu nutzen wusste. Mit dem 1:2 (64.) nach starkem Schnittstellen-Pass von Geisler brachte Jannik Tölle die Oytener wieder in die Spur. Nur fünf Minuten später vertändelte Nick Edelberg den Ball gegen Geisler – der Stürmer setzte Marius Winkelmann in Szene, der kurz zu Nico Oetting weiterleitete. Und der musste nur noch zum 1:3 einschieben.

„Ganz brutal, wie wir die entscheidenden Tore herschenken. Die dürfen so einfach nicht fallen“, zeigte sich Emrah Tavan ernüchtert. Wobei der FSV-Übungsleiter fairerweise eingestand, „dass Oytens Sieg absolut verdient ist.“ Aber es brach noch ein Unheil über die Gastgeber herein: Oetting schnürte mit einem Flachschuss von der linken Seite zum 1:4 (74.) einen Doppelpack, Thomas Baumann umkurvte nach Zuspiel Keeper Kai Sedlasek und schob zum 1:5 (90.+1) ein. Und zur Freude von Jan Fitschen durfte sich auch das eingewechselte Sturm-Talent Cilian Cordes (18) mit einem Freistoß zum 1:6 (90.+4) noch als Torschütze eintragen: „Ein guter Junge, der auf einem guten Weg ist.“

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