Oytens Neuzugang zehrt von Schweden-Aufenthalt

Madita Woltemade will die Leidenschaft mitbringen

Madita Woltemade, Handballerin TV Oyten im Porträt
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Oytens Neue: Madita Woltemade kommt von der SG Findorff – und einem Auslandssemester in Schweden.

Oyten – Blut geleckt hat Madita Woltemade während ihres Auslandssemesters in Schweden: „Die skandinavische Leidenschaft für den Sport ist sehr, sehr beeindruckend. Ich hoffe, dass ich sie mit nach Deutschland bringen kann.“ Genauer gesagt nach Oyten. Der Handball-Drittligist hat die 22-Jährige als ersten externen Zugang für nächste Saison verpflichtet.

„Ich freue mich auf die Herausforderung und die junge, ambitionierte Mannschaft. So schlage ich ein neues Kapitel auf“, zeigte sich Woltemade am Donnerstag auf Nachfrage hoch motiviert.

Es ging sehr professionell mit dreimaligem Training pro Woche zu. Das hat viel Spaß gemacht. Man kann seine Fortschritte sehen.

Madita Woltemade über die Einheiten bei Uppsala HK

Dabei dürfte die Linkshänderin noch mehr als bisher in ihrer siebenjährigen Tätigkeit bei der SG Findorff dafür sorgen, dass der Name Woltemade im Bremer Umland nicht nur mit Fußball in Verbindung gebracht wird – ihr Bruder ist Nick (18), Neu-Profi des Bundesligisten SV Werder. Der keinesfalls als das große sportliche Vorbild dient, sondern Stine Oftedal, Welthandballerin von 2019, „wenn ich auch mehr auf mich selbst schaue.“ Zumindest geografisch ist der Vampires-Neuzugang der Norwegerin in den vergangenen sechs Monaten nähergekommen. Madita Woltemade absolvierte innerhalb ihres Studiums Sonderpädagogik und Germanistik auf Lehramt an der Uni Oldenburg ihr Auslandssemester in Schweden. Dabei trainierte sie bei Uppsala HK und spielte dort in der zweiten Mannschaft in einer Liga, die sie mit der Heimat verglichen zwischen Oberliga und Dritter Liga einstuft: „Es ging sehr professionell mit dreimaligem Training pro Woche zu. Das hat viel Spaß gemacht. Man kann seine Fortschritte sehen.“

Keine Entscheidung gegen Findorff, sondern eine für die Herausforderung Oyten

Handball soll aber neben dem beruflichen Weiterkommen das Hobby bleiben, wenn auch ein deutlich ambitioniertes. Jedenfalls freut sich die Bremerin auf die Einheiten mit der neuen Truppe und das Kennenlernen. Auf dem Feld will Woltemade Oyten helfen, in der nächsten Saison so gut wie möglich abzuschneiden. Im Angriff auf Halbrechts sowie in der Abwehrmitte. Weiter schwelgen die Gedanken nicht: „Ich freue mich erst mal auf die Dritte Liga. Alles andere, was da noch kommen könnte, wäre ein I-Tüpfelchen.“ Eines macht sie deutlich: „Es war keine Entscheidung gegen Findorff, wo es sehr familiär zuging und ich mich absolut wohl gefühlt habe. Es war mehr eine Entscheidung für die Herausforderung Oyten.“

Madita lebt mit ihren 1,84 Metern noch von der Wurfqualität. In der Entwicklung ist sie am Anfang, da können wir viel Potenzial herauskitzeln. Auf jeden Fall werden wir noch viel Spaß an ihr haben.

Oytens Trainer Marc Winter über Neuzugang Madita Woltemade

Vampires-Trainer Marc Winter sieht den idealen Zeitpunkt für den Wechsel: „Ich hatte Madita schon länger auf dem Zettel. Mit ihren 80 Toren in 17 Oberliga-Spielen konnte sie 2019/20 weiter auf sich aufmerksam machen. Da ist doch klar gewesen, dass sie Ansprechpartnerin Nummer eins sein würde für den Fall, dass Lena Schulz geht.“

Als Eins-zu-eins-Ersatz will der Coach die Neue indes nicht sehen, beide seien verschiedene Handball-Typen: „Lena kam über den Spielwitz. Madita lebt mit ihren 1,84 Metern noch von der Wurfqualität. In der Entwicklung ist sie am Anfang, da können wir viel Potenzial herauskitzeln. Auf jeden Fall werden wir noch viel Spaß an ihr haben.“ Nicht nur im Angriff, in erster Linie erwartet Winter im Abwehr-Innenblock mehr Niveau: „Da hatten wir zuletzt Probleme. Als Linkshänderin passt Madita natürlich perfekt ins Team.“

Von Ulf Von Der Eltz

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