Ottersbergs Fußball-Ikone Henning Haltermann nun in Spitze des Fördervereins

Rentner wider Willen in stetigem Unruhestand

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In Zukunft beim TSV Ottersberg wieder mit Vorstandsaufgaben behaftet: Henning Haltermann.

Ottersberg - Von Frank von Staden. Eine Ikone geht nie so ganz – das scheint auch bei den Fußballern des TSV Ottersberg nicht anders zu sein. Zwar gab Henning Haltermann vor gut einem Jahr mit viel Radau und vor großem Publikum sein Amt als 1. Vorsitzender nach über 20 Jahren an Torsten Kuper weiter und versicherte, „dass ich jetzt anderen die Entscheidungen überlasse.“ Doch die Hände in den Schoß legen kann der 65-Jährige einfach nicht. Und so ließ er sich jetzt dann auch zum 2. Vorsitzenden des Fördervereins wählen. Der Verein, in dem bisher die wirkliche Fußball-Politik im TSV Ottersberg betrieben wurde.

Bislang hielten da Chefin Anja von Nostitz und Wolf-Hinrich Haltermann alle Fäden fest in der Hand. Doch seitdem feststeht, dass der Bruder von „Henning Rastlos“ am Saisonende nach vielen Misstönen in der Vergangenheit frustriert als Mäzen aussteigen wird, droht das Gesicht des Freundeskreises, wie sich der Förderverein selbst nennt, stark zu verblassen.

Wie passend ist es da, dass der stark eingespannte Jens Spieler sein Amt als 2. Fördervereinsboss kürzlich bei der Jahreshauptversammlung zur Verfügung stellte und sich sofort die Augen des Restvorstandes Richtung „HH“ wendeten. Haltermanns kurzfristiges Zieren werten Insider dann auch eher als kleine Showeinlage, um nicht nach nur einem Jahr als Umfaller abgestempelt zu werden. Doch schon damals war seinem guten Freund Rolf Henke klar: „Henning ist nicht der Typ, der sich einfach zur Ruhe setzt!“ Er, der Arbeiter, der Kämpfer. Bei dem der Zuhörer das Grinsen bekommt, wenn „Haltermann Deutschland“ beteuert: „Eigentlich wollte ich ja gar nicht mehr, doch . . .“

Alles klar, reicht schon!

Nun also wirkt er zukünftig dort, wo es vielfach ums Finanzielle geht. Dabei betont der Rentner wider Willen, der nun auch in seinem Versicherungsbüro seinem Sohn Michael die erste Geige übergeben hat (musste?), „dass die Transparenz und die Durchlässigkeit in allen Bereichen weiter vorangetrieben werden müssen.“ Die eine Hand soll also in genau wissen, was die andere macht.

Zudem ist Henning Haltermann, der immer noch seine abgetragenen Cowboystiefel aus den 90er Jahren trägt und stolz darauf ist, mit Sicherheit genau der Richtige, um nach sieben Jahren Oberliga und dem drohenden Absturz in die Landesliga einen Richtungswechsel voran zu treiben. Denn durch den Ausstieg seines finanzstarken Bruders Wolf-Hinrich dürfte auch im Förderverein in Zukunft der Geldgürtel sehr viel enger geschnallt werden müssen. Und so gesteht dann auch der „Fußballer im stetigen Unruhestand“ ein: „Ja, wir werden eine neue Philosophie im Verein brauchen.“ Um dann schnell, ganz schnell anzufügen: „Aber das habe natürlich nicht ich zu bestimmen. Ich bin ja kein Entscheidungsträger mehr!“

Ja nee, schon klar.

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