Ottersbergs Fußball-Boss zieht Konsequenzen / Auch Schmude und Seeger gehen

Das Ende eines großen Irrtums: Kuper tritt zurück

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Hatten sich am Rande der Ottersberger Oberliga-Partie gegen Arminia Hannover viel zu erzählen, von links: Jens Spieler, Torsten Kuper, Anja von Nostiz, Wolf-Hinrich Haltermann als auch Henning Haltermann.

Ottersberg - Von Frank von Staden. Erst gab es Irritationen vor dem Oberliga-Spiel gegen Arminia Hannover (2:2), als der 1. Vorsitzende Torsten Kuper seinen scheidenden Trainer Axel Sammrey samt des Physio-Teams verabschieden wollte, dieses aber irgendwie keiner registrieren mochte. Dann gab es gestenreiche Diskussionen während der Partie – und am Ende stand der Rücktritt des Ottersberger Fußball-Bosses.

Damit endet eine Ära, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte. Denn nur wenige Monate, nachdem der Allgemeinmediziner das Amt von Henning Haltermann übernommen hatte, sah er sich einfach zu vielen Grabenkämpfen ausgesetzt. „Ich habe scheinbar eine völlig andere Philosophie als manch anderer in diesem Verein. Außerdem muss ja einer die Verantwortung für das übernehmen, was hier in den letzten Wochen passiert ist“, erklärte Torsten Kuper gestern Abend auf Nachfrage.

Und damit meinte er sicher nicht nur die schwache Kommunikation zwischen Trainerteam und ihm sowie zwischen Mannschaft und dem Vorstand. „Was hier passiert, ist einfach nur noch katastrophal, nicht mehr nachvollziehbar“, schüttelten da dann Stürmer Jonathan Schmude als auch Stammkeeper Tim Eggert nur noch den Kopf. Während Schmude erklärte, dass auch er den Verein definitiv verlassen wird, ist sich Eggert noch nicht ganz schlüssig, sagte: „Allerdings sprechen derzeit nur ganz wenige Gründe für den TSV Ottersberg!“

Das Spiel gegen den SV Arminia Hannover, es rückte schon während der 90 Minuten völlig in den Hintergrund, obwohl das Rumpfteam des Wümme-Clubs eines seiner besten Saisonleistungen abrief und hochverdient einen Punkt aus dieser Partie mitnahm. So diskutierte eine „Großkopferten-Runde“ mit den Brüdern Henning und Wolf-Hinrich Haltermann, der Fördervereinsvorsitzenden Anja von Nostiz, Torsten Kuper und Jens Spieler etwas abseits des Spielfeldes wort- und gestenreich. Dabei schien Kuper desöfteren in Erklärungsnot geraten zu sein und dürfte zu diesem Zeitpunkt den Entschluss gefasst haben, einen Schlussstrich unter einen großen Irrtum von Beginn an setzen zu müssen. Kuper: „Es ist nun einmal so, dass einer die Verantwortung übernehmen muss. Am Dienstag haben wir Vorstandssitzung, dann werden wir alle weiteren Details besprechen. Schauen wir mal, wie es weitergeht!“

Den Verein verlassen wird übrigens auch Nachwuchskeeper Leon Seeger, der sich nach Alexander Arnhold, Egzon Prcani und Stefan Denker als vierter Ottersberger dem Oberligisten anschließen wird.

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