Ottersbergs Bezirksliga-Stürmer gelingt 1:1-Endstand kurz vor dem Abpfiff / Artur Janot sieht Rot

Hennings bestraft zu lässige Rieder

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Hier kann Riedes Kapitän Marc Lindenberg den Schuss von Ottersbergs Christian Hennings noch blocken, doch kurz vor Spielende gelang dem Angreifer des Wümme-Clubs doch noch das Tor zum nicht unverdienten 1:1-Endstand.

Ottersberg - Von Frank von Staden. In einem Bezirksliga-Derby auf sehr überschaubarem Niveau trennten sich am Sonntag der TSV Ottersberg II und der MTV Riede leistungsgerecht mit 1:1 (0:1). Trotz des Punktgewinns rutschten die Hausherren auf den letzten Tabellenplatz ab, während die Rieder Rang zwei an den TSV Wallhöfen abgeben mussten.

Nach dem Abpfiff zeigte sich Ottersbergs Coach Stefan Hennings, der es sich aber zuvor nicht nehmen ließ, noch schnell seinen Bruder Christian zu herzen, mit dem Ergebnis absolut zufrieden, konstatierte: „Endlich haben wir auch mal einen Punkt gewonnen. Ich verstehe aber nicht, dass wir erst nach der Roten Karte aufgewacht sind. Vielleicht beginnen wir in Zukunft zu Zehnt, dann läuft es von Anfang an besser!“ Diese Rote Karte gegen Artur Janot, der Riedes Kapitän Marc Lindenberg in der 70. Minute mit einer sehr feuchten Aussprache bedachte, war für die bis dahin sehr harmlos auftretenden Gastgeber quasi ein Weckruf gerade noch zur rechten Zeit. Denn nun ging ein Ruck durchs Team, bäumten sich die Wümme-Kicker auf und kamen so nicht einmal unverdient zum Ausgleich durch Christian Hennings (89.), der nach feinem Hülsemeyer-Pass MTV-Keeper Marcel Bremer mit einem Schuss ins lange Eck keine Chance ließ. Zuvor hatte Tjark-Hendryk Füst (44.) die Gäste mit einem trockenen Schuss in Front gebracht.

Verärgert zeigte sich nach Spielschluss Riedes Coach Torsten Krieg-Hasch, der motzte: „Wir allein sind Schuld, dass die Ottersberger jetzt einen Punkt haben. Ich bin enttäuscht, denn vor dem Ausgleich müssen wir in vielen Situationen schon längst den Sack zumachen!“

Dabei dachte der Übungsleiter wohl vor allem an Tyark-Hendryk Füst als auch an Jonathan Zilz, die gleich mehrmals in optimaler Schussposition vor dem Tor von Sebastian Hamann auftauchten, das Leder aber scheinbar in die Maschen tragen wollten oder aber besser postierte Mitspieler übersahen. Auf Ottersberger Seite prüften Roman Janot per Bogenlampe (88.) als auch zweimal Hennings (62./73.) die Reaktionsfähigkeit von Bremer.

Alles in allem aber war es eine Partie, die oft nicht über Kreisliga-Niveau hinaus kam. Stefan Hennings urteilte da auch ganz ehrlich: „Es war ein Grottenspiel!“ Und Krieg-Hasch erkannte: „Wir haben einfach zu ängstlich agiert.“

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