TSV Ottersberg verliert Oberliga-Heimauftakt gegen Aufsteiger Northeim 0:1

Ibelherrs Ampelkarte fatal

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Deutete an, dass er eine Verstärkung für den TSV sein kann: Boris Koweschnikow (l.).

Ottersberg - Von Frank von Staden. „Irgendwie gelingt es uns nicht, sofort voll durchzustarten. Ich kann mich kaum daran erinnern, dass wir mal gleich Vollgas gegeben haben. Vergangene Oberliga-Saison drei Pleiten in Folge, jetzt dieses unnötige 0:1 zuhause gegen Aufsteiger Northeim. Vor allem das Wie nervt“, zeigte sich Ottersbergs Keeper Tim Eggert auch gut 30 Minuten nach Spielschluss noch mächtig angefressen.

Verständlich der Frust beim 31-Jährigen. Denn nachdem Johannes Ibelherr rund 15 Minuten vor Abpfiff innerhalb kürzester Zeit zweimal ordentlich hinlangte, um eine Torchance zu vereiteln, und dafür zurecht Gelb-Rot sah, war es gerade der Schlussmann, der seine Farben im Spiel hielt. Bis zu diesem Zeitpunkt fanden die Gäste im Strafraum der Platzherren im Grunde gar nicht statt. Zwar zeigten sie ein ordentliches Aufbauspiel und verfügten zudem über eine gut zupackende Defensive, „doch im Angriff waren wir in der ersten 60 Minuten einfach viel zu harmlos“, gab später Northeims Coach Wolfgang Schmidt unumwunden zu.

In der 83. Minute war es dann aber gerade Eggert, der im Brennpunkt des Geschehens stand. Nach einem abgefangenen Ball schalteten die Gäste blitzschnell um, schickten Melvin Zimmermann auf die Reise, den Alexander Huhn und auch der eingewechselte Dennis Wiedekamp nicht ausbremsen konnten. Mit einem Heber aus 25 Metern über den etwas zu weit aufgerückten TSV-Torwart besiegelte der Northeimer Angreifer schließlich die Auftaktpleite des Wümme-Clubs. „Aber Tim mache ich da gar keinen Vorwurf. Er musste spekulieren“, sah Ottersbergs Coach Axel Sammrey eher die numerische Unterzahl und eine doch sehr schwache Chancenverwertung im ersten Abschnitt der Partie als Ursache. In der nämlich zeigten sich die Hausherren nach leichten Anfangsschwierigkeiten optisch überlegen, konnten daraus aber kein Kapital schlagen, obwohl die beiden Neuzugänge Boris Koweschnikow als auch Dennis Thüroff zweimal aussichtsreich vor dem Eintracht-Tor auftauchen konnten, den richtigen Zeitpunkt zum Abschluss aber verpassten. Gerade das bemängelten dann auch Eggert sowie Sammrey. „Die Alpen sind Flachland gegenüber unseren unebenen Fünfmeterräumen. Wir haben einfach nicht geschossen und so nicht auf Torwartfehler spekuliert“, haderte der Keeper. „Schon deshalb freue ich mich riesig auf den 1. September. Denn dann ist einer spielberechtigt, der weiß, wo das Tor steht“, fügte der Trainer an und spielte damit auf Neuzugang Jonathan Schmude an, der auch kommende Woche noch fehlen wird. Knurrte Sammrey: „Wie Jo Ibelherr übrigens auch – und das schmerzt!“

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