Ottersberg verliert auch Heimspiel gegen Oldenburg – 0:3 / Auch Rückkehrer Aktas kann nicht helfen

Mit offenem Visier Richtung Abstieg

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Auch Jonathan Schmude (am Ball) gab gestern alles, konnte aber auch nicht die Ottersberger Torflaute beendet.

Ottersberg - Von Frank von Staden. Gekämpft, gehofft, verloren: Auf diese „Kurzformel" lässt sich die nächste Pleite des Fußball-Oberligisten TSV Ottersberg herunterbrechen, der gleich mit 0:3 (0:1) vor heimischer Kulisse gegen einen VfL Oldenburg verlor, der beileibe nicht besser war und es tatsächlich schaffte, mit drei Schüssen aufs Tor von TSV-Keeper Tim Eggert dreimal (36./70./77.) zu treffen. Damit versinken die Grün-Weißen immer tiefer im Abstiegsstrudel, sind nun schon vier Zähler vom rettenden Ufer entfernt.

Nichts hatten die Verantwortlichen vor diesem so wichtigen Spiel unversucht gelassen. Sogar Mäzen und Macher im Hintergrund, Wolf-Hinrich Haltermann, hielt noch einmal kurz vor Anpfiff eine flammende Rede vor der Wümme-Elf, packte sie bei der Ehre und forderte wie schon zuvor Trainer Axel Sammrey mehr Wir-Gefühl. Getreu dem Musketier-Motto: Einer für alle und alle für einen. Unbändiger Wille, Laufbereitschaft, stetiges Aufmuntern – all das zeigte das Team dann auch bis zur letzten Minute. Allein geholfen hatte es wieder einmal nichts. Die beiden Verteidiger Dennis Wiedekamp und auch Alexander Huhn wussten nach Spielschluss dann auch gleich, woran es gelegen hatte: „Gefühlt hatten wir 100 Chancen, nur genutzt haben wir keine davon! Die versenken zwei Glücksschüsse und einen Konter.“ Und Routinier Johannes Ibelherr fügte später an: „So lange ich hier in Ottersberg spiele, klebt uns das Pech Spieltag für Spieltag an den Füßen.“

Nun, fehlendes Glück war es letztlich nicht unbedingt, das den Hausherren fehlte. Von Beginn an nahmen sie die Partie mit offenem Visier auf, setzten Oldenburg kräftig unter Druck und kamen so auch zu guten Möglichkeiten. Doch ob der junge Egzon Prcani (33./42./52.), der sogar in der 55. Minute schon den VfL-Keeper umkurvt hatte, dann aber nur das Außennetz traf, Jonathan Schmude (13.), der eingewechselte Nicklas Falldorf (69.) und, und, und: Keiner hatte die Kaltschnäuzigkeit, um das Runde ins Eckige zu bringen. Coach Axel Sammrey hob dann nach Spielschluss auch den Welpenschutz für seine Youngster auf und klagte: „So mancher sollte sich mal hinterfragen, warum ich einen fast untrainierten Ömar Aktas bringe, damit vorn vielleicht noch etwas passiert!“ Der kleine Angreifer, der eigentlich eine längere schöpferische Pause einlegen wollte, meldete sich überraschend vor zwei Wochen zurück. Reißen konnte aber auch er nichts.

„Ja“, befand dann auch VfL-Trainer Ulf Kirche später, „dieser Sieg ist schon recht glücklich für uns zustande gekommen. Wir konnten froh sein, dass Ottersberg unsere Fehler nicht genutzt hat. Denn liegen wir 0:1 zurück, geht das Spiel wohl anders aus. Doch am Ende ist mir das auch egal, denn dieser Dreier war für beide Teams schon fast überlebenswichtig im Abstiegskampf.“

Und der hat für den Wümme-Club nicht erst seit gestern begonnen!

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